Der gordische Cup-Knoten

Für den Cup-Schlager gegen Salzburg muss Schwaz wohl ausweichen. Eine Besprechung mit der Polizei ist ein letzter Hoffnungsschimmer.

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Von Thomas Mair

Schwaz — Das ÖFB-Cup-Spiel gegen Meister Red Bull Salzburg sollte Ende September eigentlich den Höhepunkt des Schwazer Fußballjahres darstellen. Der enge Terminkalender und die gleichzeitig stattfindende Rad-Weltmeisterschaft in Tirol verhinderten bis dato einen passenden Termin, um das Spiel in der Silberstadt Arena austragen zu können. „Es ist ein Dilemma. Da hat sich vieles gegen den Fußball verschworen", kann TFV-Präsident Josef Geisler den Schwazer Kummer nachvollziehen.

Der gordische Knoten resultierte aus einer Behörden-Entscheidung, die das Cup-Spiel am 26. September untersagte (die TT berichtete). Untertags führt das Einzelzeitfahren der Rad-WM direkt an der Schwazer Spielstätte vorbei. „Es ist ihnen zu riskant, beides zu veranstalten", berichtete Geisler von einer Sitzung, in der er gemeinsam mit einem ÖFB-Vertreter versucht hatte, die Beamten für das Cup-Duell zu sensibilisieren. Wahrscheinlich scheint allerdings auch ein weiteres Dilemma: Eine Anreise wäre aufgrund der Streckensperre nicht möglich, auch die Kapazität an Beamten ist angesichts des WM-Dauereinsatzes eine begrenzte.

Nachdem eine Verlegung auf Dienstag und Donnerstag aufgrund des dicht gedrängten Kalenders der Bullen nicht möglich ist, wünscht sich der Schwazer Sportchef Johannes Vogler vom ÖFB eine Ausnahmeregelung: „Man könnte Ende Oktober spielen, wenn die dritte Cup-Runde angesetzt ist." Geisler erteilt dem Vorschlag aufgrund des Regulativs eine Absage: „Alleine die Auslosung der dritten Cup-Runde (Bundesligavereine und Amateurvereine sind in verschiedenen Lostöpfen, Anm.) könnte nicht vorgenommen werden."

Der Westligist muss sich demnach eine andere Austragungsstätte suchen, insbesondere wenn die heutige Besprechung von Obmann Bernhard Holaus mit den Verantwortlichen der Polizei nicht fruchtet. „Ich bin eher pessimistisch", meint Vogler, der sich in dieser Causa mehr Unterstützung vom ÖFB gewünscht hätte: „Wenn man flexibel ist, dann gibt es auch eine Lösung im Sinne der kleinen Vereine — mit einem Spiel in Schwaz."


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