Biathlon: Athleten fordern mehr Transparenz vom Weltverband IBU

Wiesbaden (APA/dpa) - Wenige Tage vor dem Kongress des Biathlon-Weltverbandes (IBU) haben die Top-Athleten im Zuge der andauernden Glaubwürd...

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Wiesbaden (APA/dpa) - Wenige Tage vor dem Kongress des Biathlon-Weltverbandes (IBU) haben die Top-Athleten im Zuge der andauernden Glaubwürdigkeitskrise mehr Transparenz gefordert. „Wir erwarten, dass die Vergangenheit ordentlich aufgearbeitet wird. Ich denke, die IBU hat mitbekommen, dass die Welt negativ auf sie schaut“, sagte der Deutsche Erik Lesser, der wie Martin Fourcade der Athletenkommission angehört.

Sportler, andere Verbände und Sponsoren müssten wissen, „wo es lang geht“, meinte Lesser am Samstag beim City-Biathlon in Wiesbaden. Lesser glaubt aber wie Fourcade („Wir erwarten Entscheidungen“), ein Umdenken im Verband zu erkennen. „Wir hatten im April mit der Athletenkommission ein paar Stunden mit der IBU. Da konnten wir Sachen ansprechen und haben Infos bekommen. Wir hoffen, dass die Dinge auf dem Kongress umgesetzt werden“, sagte Lesser.

Die in Salzburg beheimatete IBU, die am Freitag in Kroatien einen neuen Präsidenten wählt, befindet sich seit Monaten in der Krise. Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen Doping- und Betrugsverdachts laufen. Zudem wurde der russische Dopingskandal nicht vollends aufgeklärt. Erst am Donnerstag wurden vier russische Athleten, darunter die Olympiasieger Sergej Ustjugow und Swetlana Slepzowa, beschuldigt, gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen zu haben. Zudem belasten Bestechungsvorwürfe Noch-Präsident Anders Besseberg, der sein Amt seither ruhen lässt.


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