Kammer verteilt Trostpflaster in Ehrwald
Wegen der Straßenbaustelle mussten die Unternehmer in Ehrwald Umsatzeinbußen hinnehmen.
Von Helmut Mittermayr
Ehrwald –„Umsatzeinbrüche Ende nie!“ Wolfgang Winkler, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Reutte, beschreibt die Situation für die Unternehmen entlang der Straßenbaustelle in Ehrwald als noch weit dramatischer, als es die Anrainer in der Lindenstraße in Reutte vor einem Jahr erleben mussten. „Bei manchen brach das Geschäft vollkommen ein. Manche sperrten länger zu, um das Ausbleiben der Kunden zu überbrücken.“ Winkler besuchte in Abstimmung mit Ehrwalds Bürgermeister Hohenegg und Vizebürgermeister Schennach alle betroffenen Betriebe der Bauabschnitte 1+2. Alle 20 Antragsteller erhielten daraufhin 500 Euro: „Das ist natürlich nur ein Symbolbetrag und Gießkannenprinzip. Aber wir waren dort, haben den Zuständigen die Sicht der Unternehmen geschildert und Druck auf Einhaltung der Zeitvorgaben gemacht.“ Gespeist wird der Hilfsfonds, aus dem die Trostpflaster stammen, übrigens von der „Straße“ selbst. Und zwar aus Einnahmen gewerberechtlicher Vergehen im Straßenverkehr.
Wolfgang Haas, Leiter des Baubezirksamtes Reutte, verweist darauf, dass nun der 330 Meter lange Bauabschnitt 3 zwischen den Abzweigungen „Baurenhof und Alpenhofstraße“ beginnt. Die Fertigstellung ist bis 9. November geplant. Der letzte Abschnitt Richtung Viadukt folgt dann im Frühjahr.
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