Innsbrucker P2-Turm: 90.000 Euro Miete pro Monat für Stadt fällig

Die Stadt Innsbruck hat den Mietvertrag (Bücherei, Andechsgalerie) mit der IIG für die neuen Räumlichkeiten (rd. 3100 m²) im P2-Turm noch nicht unterschrieben. Mozarteum kommt unter, Stadtmodell ist auf Eis gelegt.

Viele Innsbrucker beteiligten sich vergangenen Samstag an der „Umzugshilfe“ für die Bücherei.
© Thomas Böhm

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Öffentlichkeits- und medienwirksam lud die Stadt Innsbruck am vergangenen Samstag zum großen Bücherschleppen. Der Auftakt zum Umzug der alten Stadtbücherei von der Colingasse in den neuen P2-Turm der Pema von Markus Schafferer in der Amraser Straße (gegenüber des Sillparks) wurde regelrecht zelebriert. Und die Vorfreude der Bevölkerung auf die neue Stadtbücherei, die am 9. November eröffnet werden soll, ist groß. Kein Wunder: binnen fünf Jahren soll sie von derzeit 55.000 auf 150.000 auszuleihende Medien vergrößert werden, auch die Öffnungszeiten werden ausgedehnt. Um das realisieren zu können, hat die Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG), eine 100-Prozent-Tochter der Stadt – gut 4060 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche, verteilt auf das Erd- und erste Obergeschoß angekauft. Um diese dann an die Stadt weiterzuvermieten. Ein Konstrukt, das auch gewählt wurde, um die hohen Investitionskosten (vorerst) nicht bei der Stadt aufschlagen zu lassen. Der Gemeinderat stimmte Anfang Jänner 2016 mit knapper Mehrheit für diesen Deal. Die Kritik daran war laut. Hauptinitiatorin war die heutige Vize- und damalige Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI). Auf den Flächen sollten auch die Andechsgalerie und ein „Stadtmodell“ Platz finden, für 700 m² war die Nutzung noch offen. In Summe musste die IIG knapp 18,7 Mio. Euro in die Hand nehmen.

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