Früh am Morgen mit Fuchs und Esel auf Du und Du

Elisabeth Webhofer bringt die Tiroler Tageszeitung fünfmal die Woche zu den Abonnenten in Kals. Dabei hat sie manch tierische Begegnung.

Elisabeth Webhofer ist seit fünf Jahren Zustellerin der Tiroler Tageszeitung in Kals.
© Webhofer

Von Catharina Oblasser

Kals, Assling –Spätestens um 3.30 Uhr ist sie unterwegs: Elisabeth Webhofer, Zustellerin der Tiroler Tageszeitung in Kals. Die 58-Jährige fährt von ihrem Wohnort in Assling zuerst nach Huben, holt dort die Zeitungen für die rund 80 Abonnenten in Kals ab und macht sich auf den Weg. Von Montag bis Freitag ist sie frühmorgens im Dienst.

„Ich stelle die TT in ganz Kals zu, von Oberpeischlach und Staniska über Arnig, Lana und Lesach bis hinauf nach Burg“, sagt Webhofer. „Dafür fahre ich jedes Mal 140 Kilometer mit dem Auto.“ Etwa zwei Stunden ist sie beschäftigt. Danach geht es nach Hause, wo Elisabeth Webhofer sich erst einmal ein gutes Frühstück gönnt. Dann ist Hund Balu an der Reihe. „Mit ihm gehe ich eine große Runde spazieren. Und dann lege ich mich noch einmal ein bisschen hin und schlafe.“ Viel Zeit widmet die Asslingerin auch ihrer Familie, unter anderem ihrer Enkelin.

Der frühe Morgen ist für die TT-Zustellerin eine ganz besondere Zeit. Wenn sie in Kals mit den Zeitungen unterwegs ist, trifft sie zwar kaum Menschen, aber dafür andere Lebewesen. „Ich sehe manchmal Füchse, die um die Häuser herumstreichen“, erzählt Webhofer. „Die Tiere schauen, ob vielleicht die ein oder andere Schale mit Katzenfutter heraußen steht. Da bedienen sie sich dann.“

Unvergesslich bleibt für die 58-Jährige eine Begegnung mit einem Esel. Ein Hof, zu dem sie die Tiroler Tageszeitung bringt, hält einige Langohren in einem Gehege. „Einmal hat es ein Esel aus der Umzäunung heraus geschafft“, erinnert sie sich. „Er ist auf der Straße gestanden und wollte mich nicht vorbeifahren lassen. Als ich dann ausgestiegen bin, um die Zeitung zum Haus zu bringen, hat der Esel neugierig den Kopf in mein Auto gesteckt. Es war nicht leicht, ihn wieder loszuwerden“, schmunzelt die Zustellerin heute noch.

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Was Webhofer an ihrer Arbeit besonders schätzt, ist die Morgenstimmung, vor allem im Sommer. „Kals ist eine sehr schöne Gegend. Wenn die Vögel zwitschern und neben dem Großglockner die Sonne hereinscheint, das ist einfach wunderbar.“ Dazu kann die Asslingerin ihre Arbeit im eigenen Rhythmus erledigen. Sie ist zufrieden, wenn die Abonnenten es auch sind.

Im Winter, wenn es in der Früh noch stockfinster ist, fällt die Arbeit nicht ganz so leicht, doch „da muss man durch“, sagt Webhofer. Hin und wieder kann es vorkommen, dass sie wegen starker Schneefälle erst später mit der TT ankommt. „Da sind die Abonnenten sehr verständnisvoll. Dafür bin ich dankbar“, meint sie.


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