InnStrumenti in Götzens: Verheißungen in Musik und Bild

InnStrumenti-Konzert bindet in Götzens bildende Kunst an Uraufführungen.

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© Lackner

Von Ursula Strohal

Götzens –Ensembleleiter Gerhard Sammer und seine Mitdenker lieben für das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti den interdisziplinären Ansatz, Klang_Sprachen gibt es als Veranstaltungsreihe. Im Verein mit Cultura Sacra ging es in der Wallfahrtskirche Götzens am Freitag um „Verheißung“, genauer um „Musik & Bild“, ein reichlich beleuchtetes Thema, das sich freilich so wenig erschöpft, als die Kunst stagniert.

Für den fachgerechten Zugang war die Kunsthistorikerin Claudia Mark aufgeboten, die für die vier Musikstücke jeweils ein Bild aus der Wiener-Genesis-Handschrift von Helmut Schober, Cy Twombly und Max Weiler ausgesucht hat. Erschaubare Abstraktion für die abstrakteste der Künste. Denn selbst Programmmusik gewinnt in höchster Qualität ihre Ursubstanz unter Ausschluss subjektiver Bildvorstellung.

Arvo Pärts Meditationsangebot „Fratres“ war die Handreichung für drei Uraufführungen. Elias Praxmarer bietet für „Prophetes“ die farbreiche, opulente Gestik eines scheinbar großen Orchesters auf, Eva Schölers klangvollem Mezzosopran waren die Bibelworte anvertraut. In Streicher-Bläserkontrasten und scheuen Melodieansätzen flammt Christian Wegscheiders Frage auf: „Was kommt?“. Gerald Resch schrieb mit „…per speculum…“ (durch den Spiegel) über biblischem Gedankengut ein wirkungsvolles Saxophonkonzert in dunkler Klangfülle und atmosphärischem Kreisen, imponierend erfasst und wiedergegeben von dem aus Tirol stammenden Saxophon-Shootingstar Andreas Mader. InnStrumenti, bei Gerhard Sammer in sicheren Händen, war in Geberlaune.

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