Deutsches Museum beklagt nach Brand in Depot Millionenschaden

München (APA/AFP) - Ein Brand in einem Depot des weltbekannten Deutschen Museums hat unersetzbare Objekte der Technikgeschichte zerstört und...

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München (APA/AFP) - Ein Brand in einem Depot des weltbekannten Deutschen Museums hat unersetzbare Objekte der Technikgeschichte zerstört und einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Bei dem Großbrand in Ingolstadt sei unter anderem ein Mikroskop des deutschen Chemie-Nobelpreisträgers Manfred Eigen zerstört worden, außerdem Exponate von der Nähmaschine bis zum Segelflugzeug.

Es seien alle Sammlungsgebiete des Deutschen Museums betroffen, von der Luftfahrt über den Landverkehr bis hin zur Textil- und Medizintechnik. Vor allem im Bereich der Informatik seien die Schäden groß, so das Deutsche Museum.

Das zu den bekanntesten Technikmuseen der Welt gehörende Deutsche Museum wird seit einigen Jahren mit viel Aufwand noch bis zum Jahr 2025 modernisiert, viele Exponate sind auch wegen dieser Modernisierung ausgelagert. Der Polizei zufolge kam es aus ungeklärter Ursache in der Lagerhalle zu einer Verpuffung und einem Brand. In der Halle seien teils hochwertige Gegenstände verschiedener Eigentümer gelagert gewesen.

Den Angaben des Deutschen Museums zufolge lagerten allein aus dem Bestand des Museums auf 3665 Quadratmetern insgesamt rund 8000 Exponate in der völlig zerstörten Halle. Zwei weitere Depots seien in Folge des Brands stark verrußt, dort lagerte demnach auf weiteren zehntausend Quadratmetern eine Vielzahl weiterer Objekte. Der Restaurierungsaufwand der dort gelagerten Objekte sei noch nicht zu beziffern, aber allein der materielle Schaden liege sicher im zweistelligen Millionenbereich.


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