„Er hätte sterben können“: Äthiopier verschluckte 120 Nägel

In Äthiopien holen Ärzte Dutzende Nägel, Reißnägel, Nadeln, einen Zahnstocher und mehrere Glasscherben aus dem Magen eines 33-jährigen Mannes. Offenbar ist er psychisch krank. Doch es gibt immer wieder kuriose Fälle von Menschen, die Dinge schlucken.

(Symbolbild)
© pixabay

Addis Abeba – Ärzte in Äthiopien haben mehr als 120 Nägel und andere scharfe Gegenstände aus dem Magen eines Patienten operativ entfernt. Insgesamt hätten sie 122 zehn Zentimeter lange Nägel, vier Reißnägel, zwei Nadeln, einen Zahnstocher und mehrere Glasscherben herausgeholt, sagte der Chirurg Dawit Teare vom St. Paul‘s Hospital in Addis Abeba.

Der 33-Jährige sei seit zehn Jahren psychisch krank und habe vor zwei Jahren seine Medikamente abgesetzt, erklärte Teare. Vermutlich sei dies der Grund, warum er all diese spitzen und gefährlichen Dinge geschluckt habe - wahrscheinlich mit Hilfe von viel Wasser.

Sein Patient habe Glück gehabt, dass sein Magen intakt geblieben sei, sagte der Arzt. „Er hätte sterben können“. Inzwischen sei der Mann wieder wohlauf. Er habe aber die Angehörigen angewiesen, in Zukunft auf seinen Zustand zu achten, um zu verhindern, dass er seine Gesundheit noch einmal aufs Spiel setze.

Haare bis Kebab-Spieß

Der Mann ist kein Einzelfall. Bereits 2008 wurde ein 38-jähriger Peruaner in die Klinik in Trujillo eingeliefert, weil er ebenfalls mehrere Metallgegenstände geschluckt hatte. Auch er galt als psychisch krank.

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Weltweit werden immer wieder kuriose Fälle von Menschen bekannt, die von Fünfmarkstücken über Rasierklingen bishin zu Löffeln alles Mögliche schlucken. 2015 machte eine 11-Jährige aus Kasachstan Schlagzeilen, weil sie einen mehr als einen Kilogramm schwerer Haarklumpen im Bauch hatte. Das Mädchen litt unter dem sogenannten Rapunzel-Syndrom - einer Störung, bei der die Betroffenen ihre eigenen Haare ausreißen und essen.

Auch in den Mägen von Tieren werden immer wieder Gegenstände gefunden, die nicht dorthin gehören – in diesen Fällen wurden sie allerdings in der Regel unabsichtlich verschluckt. Im vergangenen August musste beispielsweise der sechsjährige Shar-Pei-Hund Hoshi aus Großbritannien operiert werden, weil er einen 20 Zentimeter langen Hühnchen-Kebab-Spieß verschluckt hatte. (AFP, TT.com)

Im Magen von Hund Hoshi wird im August ein Kebab-Spieß entdeckt.
© dpa

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