Drogenkonsumraum in Innsbruck angedacht

In der Stadt wird auch eine eigene Suchtkoordinationsstelle gefordert. Ein Drogenkonsumraum soll indes die Suchtkranken von der Straße wegbringen.

© Thomas Boehm / TT

Von Denise Daum

Innsbruck –Die Anrainerbeschwerden rund um die Mentlvilla Innsbruck rückten in den vergangenen Wochen die Gruppe der Suchtkranken verstärkt ins Interesse der Öffentlichkeit. Die Politik versprach Sofortmaßnahmen rund um die Betreuungseinrichtung der Caritas in der Mentlgasse. Das reicht der Alternativen Liste Innsbruck (ALI) nicht. Sie will ein generelles Umdenken in der Drogenpolitik. „In den vergangenen 20 Jahren ist bei uns in diesem Bereich nicht wirklich viel passiert“, erklärt Ekkehard Madlung-Kratzer, Leiter der Drogenabteilung im Krankenhaus Hall und ALI-Mitglied. Die Drogenszene habe sich verändert. So gebe es weniger jugendliche Einsteiger, die Konsumenten werden älter, jedoch auch kränker. Zudem seien vermehrt Obdachlose unter den Drogenkranken, weiß Madlung-Kratzer. „Auch die Toleranz der Bevölkerung ist weniger geworden. Drogenkranke werden immer stärker aus dem Stadtbild gedrängt.“

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