Nach Unwettern

Nächste Regenfront droht

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In Osttirol wird nach den Unwettern fieberhaft aufgeräumt. Heute soll es wieder regnen.

Von Catharina Oblasser

Lienz –Im Bezirk Lienz hat sich die Situation nach den verheerenden Niederschlägen der letzten Tage beruhigt. Alle wichtigen Straßen sind befahrbar, und ab heute verkehren wieder Züge. „Der Katastropheneinsatz ist offiziell beendet“, erklärt Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Was aber nicht heißt, dass normale Verhältnisse herrschen.

Bis gestern Nacht standen über 100 Soldaten des Jägerbataillons 24 im Hilfseinsatz, auch andere Institutionen sind fieberhaft bei der Arbeit. „Das Vordringlichste ist jetzt, die vollen Geschiebebecken zu leeren und die Becken auszubaggern“, sagt Otto Unterweger, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung in Osttirol. Die gute Nachricht: „Alle Schutzverbauungen haben gehalten.“ Mit einer Ausnahme: in der Galitzenklamm bei Lienz. Dort verwüsteten die Wassermassen die Jausenstation. „Die Verbauung war für ein 150-jährliches Hochwasser ausgelegt, gekommen ist ein 400-jährliches Ereignis“, begründet Unterweger.

Die Flüsse im Bezirk Lienz sind stark in Mitleidenschaft gezogen, besonders die Drau. Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes, meint: „Das alles zu sanieren wird weit bis ins nächste Jahr hinein dauern. Auch der Drauradweg ist großteils zerstört.“

Die Stromversorgung ist weitgehend wiederhergestellt. Nur bei zwei Leitungen nach Kals dauert es noch länger. Am heutigen Feiertag wird weiter repariert, so Klaus Schüller von der Tinetz. Bei Masten, die teils mitten im Wasser stehen, sei das keine ungefährliche Aufgabe.

Es bleibt bedrohlich, da für heute wieder starke Niederschläge angekündigt sind. Betroffen ist erneut der Süden Osttirols.