Abgänge bei Aquarena sorgen für Diskussionen

Der Landesrechnungshof kritisiert die Abgänge beim Kitzbüheler Hallenbad, die Bergbahn Kitzbühel als Betreiber relativiert.

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Von Harald Angerer

Kitzbühel –Nach wie vor sorgt der Prüfbericht des Landesrechnungshofes für viel Gesprächsstoff in Kitzbühel. Nun reagiert auch die Bergbahn Kitzbühel auf Kritik. Diese kam nicht nur vom Landesrechnungshof, sondern zuletzt auch vom Kitzbüheler Helmut Wessner.

„Die Bergbahn AG Kitzbühel schwimmt anscheinend in so viel Geld, dass diese jahrelang Abgänge von ca. einer halben Million Euro bei der Aquarena ohne korrektive Maßnahmen einfach hinnimmt“, lässt Wessner in seiner E-Mail an Stadt, Rechnungshof und Land Tirol wissen. Aus seiner Sicht lässt die Bergbahn Kitzbühel – sie ist die Eigentümerin des Kitzbüheler Hallenbades – die Aquarena links liegen. Es sei unverständlich, „dass die Aquarena von der Bergbahn AG Kitzbühel keine Beachtung findet“, führt Wessner weiter aus. Die Kitzbüheler Bevölkerung würde als 50-Prozent-Eigentümer auch über die Verluste bei der Aquarena zu wenig informiert, kritisiert Wessner weiter.

Im Prüfbericht des Rechnungshofes heißt es, dass die Abgänge des Badezentrums Aquarena insbesondere aus den höheren Instandhaltungs- und Energieaufwendungen resultieren würden. Diese seien abzustellen gewesen. Nun reagiert die Bergbahn Kitzbühel auf die Kritik. „Das Badezentrum Aquarena wurde im Jahr 1976 von der Stadtgemeinde und dem Fremdenverkehrsverband Kitzbühel an die Bergbahn AG Kitzbühel übertragen und von dieser übernommen. Dabei wurde eine Betriebsführungspflicht vereinbart. Die Betriebsführung erfolgt streng nach den Prinzipien der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit und dem Ziel der Erbringung von ordentlichen, kundengerechten Serviceleistungen“, lässt Bergbahnvorstand Josef Burger in einer Reaktion wissen. Seit 2008 seien in die Aquarena rund 2,5 Millionen Euro investiert worden. Davon mehr als zwei Drittel an Instandhaltungen und ein Drittel an Investitionen. Auch beim Energieaufwand sei deutlich eingespart worden. Burger spricht hier von einem Drittel der Kosten, zudem wurde von Heizöl auf Gas umgestellt. „Wir wollen die Aquarena ja nicht an die Wand fahren und zu Tode sparen, sondern den Ist-Bestand nicht nur erhalten, sondern die Qualität noch ausbauen“, sagt Burger.

Darüber hinaus bestehe noch weiterer Optimierungs- und Investitionsbedarf im Skigebiet, was zum Beispiel die Beschneiungssituation auf der Fleckalmabfahrt in Kirchberg und die Qualitätsverbesserung bei der Liftverbindung zwischen Resterhöhe und Jochberg (Schlepplift Gauxjoch / 3SL Trattenbach) betrifft.

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