Sterben in Würde: „Man isst nicht mehr, weil man stirbt“

Für Angehörige ist es sehr schwer, wenn Patienten nicht mehr essen oder trinken wollen. Man könne doch nicht jemanden verhungern oder verdursten lassen, so der Vorwurf, den Ärzte und Pfleger entkräften müssen.

Palliativmedizin bemüht sich um das Lindern von Leiden bei Todkranken und Sterbenden.
© iStock

Von Anita Heubacher

Innsbruck — In den letzten drei bis vier Wochen vor ihrem Tod habe die alte Dame die Nahrung abgelehnt. Immer, wenn ein Pfleger den Löffel zu ihrem Mund geführt habe, hat die Frau den Kopf geschüttelt und ihn zur Seite gedreht. Die Angehörigen hätten jedoch das Gefühl gehabt, die alte Dame müsse essen. Bei jedem Besuch hätten sie die Frau gefüttert, nach jedem Besuch hätten die Pfleger die Nahrung wieder aus den Wangentaschen herausholen müssen.

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