Bezirk Imst

Längenfeld: Prestigeprojekte müssen warten

Der Betrieb der Ötztaler Museen wird mit Jahresanfang in einer neuen Struktur organisiert.
© Ploder

Längenfeld – Als „wichtig, aber nicht spektakulär“ bezeichnete BM Richard Grüner die jüngste Sitzung des Gemeinderates in Längenfeld. Die um...

Längenfeld –Als „wichtig, aber nicht spektakulär“ bezeichnete BM Richard Grüner die jüngste Sitzung des Gemeinderates in Längenfeld. Die umfangreiche Agenda spiegelte vorrangig die vielfältigen administrativen und organisatorischen Aufgaben der Verwaltung und Politik wider. „Mit dem Jahresabschluss und der Erstellung des Haushaltsplans liegen jetzt zwei große Aufgaben vor uns“, so Grüner weiter, „die nur möglich sind, wenn alle Vorarbeiten abgeschlossen sind.“ Dabei bezieht sich der Bürgermeister speziell auf die Daten der Großprojekte, die bereits fertiggestellt wurden oder in unmittelbarer Umsetzung stehen.

„Wenn Friedhofserweiterung, Begegnungszone Waldele und das Projekt Badle abgeschlossen sind, sind die für heuer geplanten Vorhaben erledigt“, so Grüner. Neben den gemeindeeigenen verweist der Bürgermeister auch auf Kooperationsprojekte, „die nur durch die besonders gute Zusammenarbeit der Ötztaler Gemeinden untereinander, mit dem Ötztal Tourismus und anderen Partnern, nicht zuletzt auch durch die Unterstützung des Landes und Förderungen möglich wurden“. Beispielsweise übernimmt eine GmbH unter Beteiligung der Gemeinden mit Jahresbeginn 2019 den Betrieb der beiden Ötztaler Museen und des Gedächtnisspeichers. Ein entsprechender Vertragsentwurf wurde in der letzten Sitzung vom Längenfelder Gemeinderat angenommen.

Weil die getätigten Investitionen die Gemeindefinanzen noch über Jahre hinaus belasten, werden neue Großvorhaben bewusst erst nach Vorliegen von Jahresabschluss und Budget konkret diskutiert. „Die Gemeinde wächst, das erfordert Investitionen in die Bildung“, gewährt BM Grüner einen ersten Ausblick. „Auch im Planungsverband beschäftigen wir uns mit Fragen, die sicher, wenn auch teilweise erst in einigen Jahren, auf die Gemeinden zukommen werden.“ Es gelte, Längenfeld als attraktive Wohngemeinde für die Bevölkerung zu gestalten sowie auch als Tourismus- und Gewerbestandort Arbeitsplätze und Einnahmen langfristig zu sichern.

Prestigevorhaben erteilt der Bürgermeister eine klare Absage. „Die Verpflichtungen der Gemeinde werden immer mehr, gleichzeitig die Mittel und der Spielraum für Investitionen knapper“, bewertet BM Grüner die aktuelle Lage. „Wir müssen uns deshalb auf wirklich notwendige Maßnahmen konzentrieren und diese im angemessenen Umfang mit gebotener Sparsamkeit umsetzen.“ (tp)