Aktivisten: Zwölf SDF-Kämpfer starben bei IS-Anschlag in Syrien

Beirut/London (APA/AFP) - In Syrien sind bei einem Selbstmordattentat der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) und anschließenden Gefech...

Beirut/London (APA/AFP) - In Syrien sind bei einem Selbstmordattentat der Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) und anschließenden Gefechten laut Aktivisten zwölf Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) getötet und 20 weitere verletzt worden.

Ein Attentäter habe sich am Sonntag in der östlichen Provinz Deir Ezzor mit einem Wagen in der Nähe einer Stellung der kurdisch-geführten SDF-Allianz in die Luft gesprengt, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Tat ereignete sich nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle zwischen den Orten Al-Bahra und Hajin, einem der letzten Rückzugsgebiete der IS-Miliz in Syrien. Der IS habe sich die schlechten Wetterbedingungen zunutze gemacht. Nach dem Selbstmordanschlag seien die Jihadisten in Richtung Al-Bahra vorgerückt.

Ein Sprecher der von den USA unterstützten SDF sagte dagegen, es habe in den Reihen des Bündnisses keine Toten gegeben. Gefechte mit dem IS fänden täglich statt, aber es gebe keine „Märtyrer“ in den Reihen der SDF.

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Die von den USA auch mit Waffen unterstützten SDF sind ein kurdisch-arabisches Bündnis, dessen Rückgrat die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) bilden. Sie hatten im September eine Offensive auf Hajin gestartet, wo sich nach Schätzungen der Anti-IS-Koalition noch etwa 2000 Jihadistenkämpfer aufhalten.

Die Offensive war zuletzt jedoch ins Stocken geraten. Am Mittwoch stellten die SDF ihren Kampf gegen den IS nach einem türkischen Angriff auf Stellungen des arabisch-kurdischen Bündnisses im Norden Syriens vorübergehend ein.


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