Bericht: Schutzmaßnahmen für bedrohte Thunfischarten ohne Erfolg

Problematisch ist „handwerkliche Fischerei der westafrikanischen Staaten“ im Atlantik. Hier werden verbotenerweise auch junge Thunfische gekauft und später verkauft. Eine Schutzzone im Golf von Guinea ist „praktisch ohne Wirkung“.

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© APA/dpa

Berlin – Schutzmaßnahmen für bedrohte Thunfischarten haben nach Angaben der deutschen Bundesregierung offenbar keinen Erfolg. Die Bestände würden ungeachtet von Fangobergrenzen weiter zurückgehen, schreibt sie in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, wie die Neue Osnabrücker Zeitung (Montagsausgabe) berichtet.

Demnach gelte zwar etwa für den Großaugenthunfisch eine Fangmenge von 65.000 Tonnen im Jahr. Daran würden sich aber nicht alle Staaten halten. „Dass der Managementplan nicht den erwünschten Erfolg zeigt, liegt vor allem an der deutlichen Überschreitung der Gesamtfangmenge in den letzten Jahren, 2017 um rund 20 Prozent“, schreibt Staatssekretär Michael Stübgen (CDU) aus dem deutschen Landwirtschaftsministerium laut eue Osnabrücker Zeitung .

Problematisch sei „handwerkliche Fischerei der westafrikanischen Staaten“ im Atlantik. Hier würden verbotenerweise auch junge Thunfische gekauft und später verkauft. Eine Schutzzone im Golf von Guinea sei „praktisch ohne Wirkung“.

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Steffi Lemke, sprach von einer „verfehlten Fischereipolitik“. Europäische Union und Deutschland müssten sich für einen besseren Schutz der Thunfischbestände im Atlantik einsetzen. (dpa)

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