Im bayrischen Kuhglocken-Streit 2 - Keine Einigung

München (APA/dpa) - Mit der Suche nach einem Vergleich ist am Freitag der seit drei Jahren währende Holzkirchner Kuhglockenstreit vor dem La...

München (APA/dpa) - Mit der Suche nach einem Vergleich ist am Freitag der seit drei Jahren währende Holzkirchner Kuhglockenstreit vor dem Landgericht München II in eine weitere Runde gegangen. Vehement diskutierten Richterin, Bäuerin Regina Killer und der Anwalt der klagenden Anrainerin, ob GPS-Sender als Ersatz für die störenden Glocken der grasenden Rindviecher infrage kommen.

Die Bäuerin sagte, damit gebe es in der Region keine Erfahrungen. Sie bot im Gegenzug an, nur noch eine oder zwei Glocken zu verwenden - je nachdem, wo die Kühe grasen. Am Freitag endete der Verhandlungstag ohne Einigung. Das Gericht will am 24. Jänner eine Entscheidung verkünden.

Das Ehepaar hat angeboten, auf seine Kosten elektronische Kuhglocken anzuschaffen. „Niemand braucht im Flachland Kuhglocken“, sagte der Anwalt des Paares, der zum Beweis für die Belastung im Gericht Tonaufnahmen des Gebimmels abspielte. „Haben Sie schon mal in Holland eine Kuhglocke gesehen?“ Die Richterin wandte sich an die Bäuerin: „Wofür haben Sie denn Kuhglocken?“ Bäuerin: „Für den Fall, dass sie (die Kühe) ausbrechen - dass man sie hört bei der Nacht.“


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