Doping: RUSADA-Chef warnt: Müssen den Zeitplan einhalten

Moskau (APA/dpa) - Der Chef der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA warnt davor, eine Frist als Bedingung für eine dauerhafte Zulassung de...

Moskau (APA/dpa) - Der Chef der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA warnt davor, eine Frist als Bedingung für eine dauerhafte Zulassung der RUSADA verstreichen zu lassen. Die russische Seite verhandle zu den endgültigen Fragen des Fahrplans nicht konstruktiv, sagte Juri Ganus der Nachrichtenagentur Tass am Freitag mit Blick auf seine eigene Organisation.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte vor sieben Wochen entschieden, dass RUSADA wieder zugelassen wird. Mit einer Bedingung: Wenn der Zugang zum Moskauer Analyselabor und den dortigen Doping-Daten und -Proben bis Jahresende nicht gewährt wird und bis zum 30. Juni 2019 nicht alle verdächtigen Proben überprüft worden sind, wird die Entscheidung revidiert.

Eine Aberkennung hätte aus Sicht von Ganus verheerende Folgen. Dann verlöre Russland das Vertrauen aller Anti-Doping-Partner. Das wäre eine „sehr ernste Situation“, sagte er. „Alle unsere Athleten werden von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.“ Auch dürfe Russland dann keine Wettkämpfe mehr ausrichten.

In diesem Jahr seien bereits mehr als 8.000 Proben von Sportlern genommen worden. Rund 130 Verstöße wurden laut RUSADA registriert. Im vergangenen Jahr seien fast 60 gewesen. Die Sperre gegen RUSADA war 2015 wegen massiven Dopingvorwürfen verhängt worden.

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