Lars von Trier süchtig nach Medikamenten: Leben ist die Hölle

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sprach der dänische Regisseur über seine jahrzehntelangen Panikattacken und Depressionen – und eine daraus resultierende Medikamentensucht.

Lars von Trier.
© AFP

München – Der dänische Regisseur Lars von Trier (62) ist nach eigenen Angaben von jahrzehntelanger Medikamenteneinnahme gezeichnet. „Meine Psychopharmaka sind mittlerweile so hoch dosiert, dass meine Hände ständig zittern, ich kann kaum mein Handy bedienen“, sagte der Filmemacher („Melancholia“) der Süddeutschen Zeitung am Wochenende. „Außerdem bin ich immer so müde, ich kann mich kaum wach halten.“

In von Triers neuem Thriller „The House That Jack Built“ (Kinostart 29. November) kommt ein Serienmörder in die Hölle. Der Macher von düsteren Werken wie „Dancer in the Dark“ und „Breaking the Waves“ sagt zum Stichwort Hölle, er glaube nicht daran – „zumindest nicht im christlichen Sinn“. „Und das aus einem sehr einfachen Grund. Für mich ist das Leben selbst schon die Hölle, ich wüsste nicht, wie es danach noch schlimmer kommen könnte.“

Sein Leben sei „voller Angst, Panikattacken und Depressionen“, erläuterte von Trier der SZ in einem Interview zum Thema Angst. „Das geht so, seit ich sechs Jahre alt war. Seitdem muss ich damit leben – und mit den Medikamenten, die ich seit über fünf Jahrzehnten nehmen muss, um zurechtzukommen.“ (APA/dpa)

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