„Protektionismus, Populismus und Provokationen“ am Arlberg

Der 12. Europäische Mediengipfel in Lech beleuchtet hausgemachte wie globale Risiken für Europa und seine Werte sowie seinen Platz in einer neuen Weltordnung.

Wie geht es Europa, was braucht es, wohin steuert es? Dies wird beim Mediengipfel diskutiert. Auf dem Archivbild u. a. Vorarlbergs LH Markus Wallner, Forum-Alpbach-Präsident Franz Fischler, Botschafterin Ursula Plassnik und Tirols LH Günther Platter.
© ProMedia Florian Lechner

Lech, St. Christoph –Die Sehnsucht nach einfachen Lösungen in einer immer komplexer werdenden und globalisierten Welt spielt Demagogen und Protektionisten in die Hände. Der Populismus bestimmt zunehmend das politische Tagesgeschäft und gefährdet Europa und seine Werte.

Wo ist der Platz von Europa und Österreich in einer neuen Weltordnung, deren Epizentren nicht mehr im Westen, sondern im Osten liegen werden? Zerfällt das politische Europa tatsächlich? Wie wird sich das Erstarken nationaler Kräfte auswirken? Und welche Szenarien werden angesichts von digitaler Disruption und politischer Unberechenbarkeit Lebensrealität?

All diese Fragen werden kommende Woche beim 12. Europäischen Mediengipfel aufbereitet: Vom 29. November bis zum 1. Dezember lädt die Kommunikationsagentur ProMedia zusammen mit dem Lech-Zürs-Tourismus und dem Verband der Auslandspresse wieder an den Arlberg.

Den Auftakt macht am Freitag der Chef-Kommentator der Süddeutschen Zeitung, Heribert Prantl, der „Europa und die neue Weltpolitik zwischen Protektionismus, Populismus und Provokationen“ analysiert. Der Präsident der Auslandspresse in Wien, Hans-Peter Siebenhaar, wird mit EU-Kommissar Johannes Hahn die aktuellen Herausforderungen der europäischen Politik diskutieren.

Israel steht im Mittelpunkt zweier Gesprächsrunden, und abschließen wird den Abend ein Gespräch zum Thema „Diktatur der Daten – Demokratie unter Druck“. Medienpolitische Themen bestimmen den Freitagvormittag.

„Europa zwischen regionaler Vielfalt, nationalen Egoismen und europäischer Einheit“ ist das Leitthema für den Freitagabend auf der Tiroler Seite des Arlbergs in St. Christoph, zu dem die Tiroler Tageszeitung und die Vorarlberger Nachrichten laden. Die Landeshauptleute von Tirol, Südtirol und Vorarlberg – Günther Platter, Arno Kompatscher und Markus Wallner – werden dazu diskutieren. Seine „Ansichten zur Lage Europas“ wird Schriftsteller Robert Menasse im Gespräch mit Eva Linsinger (profil) darlegen.

Seinen Abschluss findet der Europäische Mediengipfel 2018 am Samstag wieder in Lech mit Überlegungen zum Brexit und seinen Folgen. „Wie europäisch bleiben die Briten und wie viel Großbritannien braucht Europa?“ – das analysiert Moderator Markus Spillmann (Medienmanager, Journalist und Berater) mit Sebastian Borger (deutscher Journalist, Autor und freier London-Korrespondent), Birgit Schwarz (ORF-Korrespondentin in Berlin), Oliver Washington (Korrespondent des SRF in Brüssel) und dem ÖVP-Delegationsleiter im Europa­parlament, Othmar Karas.

Für die Tiroler Tageszeitung werden die Stipendiaten der Medienakademie – darunter drei AbsolventInne­n der Tiroler Journalismusakademie – vom Mediengipfel am Arlberg berichten. (TT)


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