Denkwürdiger Auftritt: Stille Nacht mit Tiroler Stimmen in New York

Spätestens seit Dienstagabend weiß man in Amerika, wo das berühmteste aller Weihnachtslieder seinen Ursprung hat. Zillertaler Sängerinnen hatten einen denkwürdigen Auftritt.

In fünf Sprachen unterstützte ein internationaler Chor die Zillertaler Sängerinnen beim wohl berühmtesten Lied der Welt "Stille Nacht".
© Silberberger

Innsbruck, New York — Franz Xaver Gruber und Josef Mohr sangen am Heiligen Abend 1818 in der dortigen Kapelle erstmals das Lied „Stille Nacht", das Josef Mohr zwei Jahre zuvor geschrieben hatte. Die Musik dazu komponierte Gruber. 1839 machten sich die „Rainer Sänger" aus Fügen auf, um die Welt zu bereisen. Und am Weihnachtsabend erklang vor dem „Hamilton-Denkmal" in New York zum ersten Mal das Lied „Stille Nacht". Die Tiroler unter dem Namen „The Rainer Family", wie man sie in den Staaten nannte, legten den Grundstein für den Welterfolg dieses bekanntesten Weihnachtsliedes rund um den Globus.

Anlass genug für den Tirol-Werber Josef Margreiter, dieses denkwürdige Ereignis am Ort des Geschehens mit einer Tiroler Delegation zu feiern. Und so flog man diese Woche mit den Zillertaler Sängerinnen (Familienmusik Kröll) nach New York direkt zur Feier „200 Jahre Stille Nacht". Die größten TV-Stationen der USA brachten Bilder vom Auftritt der „Kröll-Schwestern" Elisabeth, Gerlinde und Christiane aus dem Zillertal. Diese gemeinsame Aktion von Tirol Werbung, Salzburg Tourismus und der Österreich Werbung ist in jeder Hinsicht gelungen.

Absoluter Höhepunkt war am Schluss der Veranstaltung das Lied „Stille Nacht" der „Kröll-Sisters" aus Mayrhofen, die dabei von einem internationalen Chor in fünf Sprachen unterstützt wurden. Die Kirche mitten in der Wolkenkratzer-Schlucht an der Wall Street ist ein echtes Schmuckstück und wurde 1846 fertiggestellt. Mit 86 Metern war der Turm damals das höchste Gebäude der Stadt. Heute ragen Wolkenkratzer über 300 Meter in den Himmel am Hudson River.

Die Menschen, die bei diesem Festakt dabei waren, zeigten sich vom Auftritt der Tiroler Sängerinnen aus dem Zillertal begeistert. Für Elisabeth Frontull (Kröll) war es ganz was Besonderes: „Dass wir fast 180 Jahre nach den Rainer-Sängern, die aus unserer Heimat stammen, hier stehen und singen dürfen, ehrt uns mit Stolz", erklärt sie.

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Und auch Josef Margreiter, Chef der Tirol Werbung, zeigte sich angesichts des Medien­interesses voller Stolz über dieses kleine Fest mit Tiroler Beteiligung in New York. Die Touristiker aus Tirol und Salzburg und auch die Österreich Werbung wussten: Diese Geschichte war werbetechnisch ein echter Glücksgriff.

Tirol-Werber Joe Margreiter mit den Sängerinnen Gerlinde und Elisabeth sowie Christiane (vorne) vor dem Hamilton-Denkmal.
© Silberberger

Die Sängerinnen aus dem Zillertal legten am nächsten Tag gleich nach. Auf dem Programm stand eine Einladung zu einer Weihnachtsfeier bei Swarovski auf der Rockefeller Plaza, dem absolut teuersten Pflaster der Großstadt. Dort wurde erst diese Woche der neue Swarovski-Stern für den Weihnachtsbaum, entworfen vom berühmten Architekten Daniel Libeskind, in New York City feierlich enthüllt.

Zu guter Letzt stand noch ein Besuch auf dem 259 Meter hohen Rocke­feller Tower auf dem Programm. Trotz eisiger Kälte und Wind ließen es sich die Zillertalerinnen nicht nehmen, den New Yorkern musikalische Grüße aus luftiger Höhe von den Tiroler Bergen zu überbringen. Mit dem Lied „Tirol isch lei ­oans" brachten die „Kröll-Schwestern" nicht nur die vielen Gäste, sondern auch das Wachpersonal ins Staunen. So etwas hatte man auf dem „Rockefeller Tower" noch nie gehört.

Beste Werbung für Tirol in jeder Hinsicht! Eine überaus gelungene Geschichte, bei der der Name unserer Heimat in musikalischer Form einem Millionenpublikum präsentiert wurde. (ts)


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