Mexikos neuer Außenminister Ebrard zu Antrittsbesuch in Washington

Washington/Mexiko-Stadt (APA/AFP) - Mexikos neuer Außenminister Marcelo Ebrard hat sich bei seinem Antrittsbesuch in Washington mit US-Außen...

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Washington/Mexiko-Stadt (APA/AFP) - Mexikos neuer Außenminister Marcelo Ebrard hat sich bei seinem Antrittsbesuch in Washington mit US-Außenminister Mike Pompeo getroffen. Ebrard berichtete nach dem Treffen am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter von einem „freundlichen Gespräch“ und einer „ersten Annäherung“ auf dem Weg zu einer „langjährigen Verständigung“ zwischen beiden Ländern.

Er bedankte sich bei Pompeo für seinen „Respekt“ gegenüber der neuen mexikanischen Regierung von Präsident Andres Manuel Lopez Obrador. Lopez Obrador war fünf Monate nach seinem Wahlsieg am Samstag in sein Amt eingeführt worden, er ist Mexikos erster linksgerichteter Präsident seit Jahrzehnten. Am Sonntag reiste Ebrard nach Washington, um mit Pompeo über die „gemeinsamen Herausforderungen und Möglichkeiten für die Zukunft“ zu sprechen, wie US-Außenamtssprecherin Heather Nauert mitteilte.

Einer der größten Streitpunkte ist derzeit die Migrationspolitik. Mitte Oktober hatte sich in Honduras eine Karawane tausender Flüchtlinge aus Zentralamerika in Bewegung gesetzt. Die Menschen fliehen vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern und wollen in die USA gelangen, sitzen inzwischen aber in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana fest. Vor gut einer Woche versuchten Hunderte Migranten, die Grenzanlagen zu stürmen.

Angesichts der verschärften Lage will US-Präsident Donald Trump die neue mexikanische Regierung dazu bringen, einer Vereinbarung zuzustimmen, wonach Asylbewerber während der Prüfung ihres Antrags durch US-Gerichte künftig in Mexiko bleiben müssen. Trump hatte die Einigung Ende November verkündet. Mexikos Innenministerin Olga Sánchez Cordero dementierte allerdings, dass das Abkommen bereits besiegelt sei.

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