Europas Leitbörsen starten sehr fest in die neue Woche

Frankfurt am Main (APA) - Entspannungssignale im US-Handelskonflikt mit China sowie im EU-Haushaltsstreit mit Italien haben am Montag europa...

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Frankfurt am Main (APA) - Entspannungssignale im US-Handelskonflikt mit China sowie im EU-Haushaltsstreit mit Italien haben am Montag europaweit für klare Aufschläge gesorgt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.30 Uhr um deutliche 2,15 Prozent oder 68,17 Punkte höher bei 3.241,30 Einheiten.

Der DAX in Frankfurt gewann ebenfalls klare 2,55 Prozent oder 286,70 Zähler auf 11.543,94 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 2,18 Prozent oder 152,07 Einheiten auf 7.132,31 Punkte.

Auf dem am Wochenende stattfindenden G-20-Gipfel in Argentinien konnten China und die USA deutliche Fortschritte im Handelskonflikt erzielen. Von beiden Seiten kamen Zugeständnisse sowie der Wille zu weiteren Verhandlungen. So wollen die USA neue Strafzölle gegen China im Umfang von 200 Mrd. Dollar für 90 Tage aussetzen, teilte das Weiße Haus mit. China habe im Gegenzug nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, Zölle auf US-Autos „zu reduzieren und abzuschaffen“.

Das Ergebnis von Buenos Aires sei wahrscheinlich das bestmögliche gewesen, kommentierten die Devisenexperten der Commerzbank. Amerikas Gegner im Handelskonflikt hofften darauf, dass Trump zu einer ähnlichen Lösung wie im NAFTA-Rahmen bereit ist: minimale Zugeständnisse der Gegenseite, die er seiner Anhängerschaft als Erfolg verkaufen kann. Darauf deutet die kurze Verhandlungsperiode hin, die nach US-Interpretation Teil der US-chinesischen Vereinbarung vom Wochenende ist: 90 Tage.

Positive Nachrichten gibt es auch bezüglich des Haushaltsstreits der EU mit Italien. Wie das Blatt „La Stampa“ berichtete, versucht das Land offenbar, ein Defizitverfahren der EU zu umgehen und verhandelt eine Reduktion des angepeilten Defizits auf zwischen 1,95 und 2,0 Prozent. Bisher hat die Regierung in Rom für das kommende Jahr ein Defizit von 2,4 Prozent angepeilt. Das ist drei Mal so viel wie von der Vorgängerregierung zugesagt.

Konjunkturseitig werden die Industrie-Einkaufsmanagerindizes aus dem Euroraum für November veröffentlicht. Von besonderem Interesse sind hierbei die Zahlen aus Spanien und Italien, da für diese beiden Länder noch keine Erstschätzungen vorliegen. In Spanien stieg der Index überraschend auf 52,6 Punkte. Die Daten für Italien werden im Laufe des Vormittags veröffentlicht, ebenso wie die endgültigen Zahlen für Deutschland, Frankreich und die Eurozone.

Neue Unternehmensnachrichten blieben indessen rar. Vor dem Hintergrund der Fortschritte im Handelsstreit zwischen China und den USA ging es vor allem für Autowerte klar bergauf. BMW sprangen um 6,05 Prozent an, Daimler gewannen 5,48 Prozent und Volkswagen legten 4,77 Prozent zu.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA083 2018-12-03/09:40


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