Stams fixiert den Zeitplan für die Kanalsanierung

Bauabschnitt 2019 und mittelfristiger Finanzierungsplan zur weiteren Sanierung der Abwasserbeseitigungsanlage sind beschlossene Sache.

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Die Stamser Dorfautobahn, also die Ortszufahrt, soll laut Gemeindeentwicklungskonzept mittels baulicher Maßnahmen entschleunigt werden.
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Von Agnes Dorn

Stams – Für das kommende Jahr sollen gleich in mehreren Straßenabschnitten im Dorf die Abwasserkanäle ausgetauscht werden. Zunächst will die Gemeinde Stams ab 1. April 2019 – im Falle noch offener Kapazität der Baufirmen unter Umständen auch früher – dort weitermachen, wo man 2017 mit der Kanalsanierung aufgehört hat. So soll bis Ende Mai nach den ersten Metern der Abzweigung in den Speckbacherweg die Wirtsgasse ab der unteren Stiftseinfahrt bis zur Hptm.-Kluibenschedl-Straße erledigt werden.

Die Hptm.-Kluibenschedl-Straße soll nach dem nun beschlossenen Zeitplan bis zum Schigymnasium noch vor Schulschluss erledigt sein, damit die ebenfalls geplanten Bauarbeiten für die Erweiterung des Bubeninternats danach plangemäß beginnen können. Eine Woche Zeit gibt sich der Gemeinderat für dieses Wegstück, der Rest der Straße soll dann bis zum 10. Juli einen neuen Kanal erhalten haben.

Weiter geht es im nächsten Abschnitt der Wirtsgasse sowie im Mitterweg und der Graf-Meinhard-Straße. Die Arbeiten in der Wirtsgasse bis zum Kirchplatz sollten bis Mitte September abgeschlossen sein, danach bleibt noch der Thomas-Riss-Weg bis zum Schießstandweg übrig, der auch bis Ende November saniert sein sollte. Im Zuge des Dorfentwicklungsprozesses wurden konkrete Vorschläge zur Gestaltung der Wirtsgasse in eine Begegnungszone eingebracht. „Wir sollten die Straßengestaltung gleich mitplanen. Da haben wir schon viel Zeit investiert“, erinnerte GR Bernhard Paßler an die bereits vorliegenden Pläne zur Entschleunigung der „Dorfautobahn“. GR Hermann Schweig­l forderte Maßnahmen im Rahmen der Kanalsanierung: „In der Wirtsgasse mit den vielen Schülern ist es teilweise kriminell.“ Und dabei gebe es ja bereits einen Plan. „Für eine Förderung braucht man einen fixfertigen Plan“, nahm Bürgermeister Franz Gallop den Forderungen den Wind aus den Segeln. Zugleich versprach er, mit Verkehrsplaner Helmut Hirschhuber zu sprechen: „Ich werde mit ihm darüber reden, was Sinn macht und ob man Synergien nutzen kann.“

Kritik gab es von Teilen der Opposition zum nun beschlossenen Finanzierungsplan, der nach Meinung von Schweigl und Paßler zu niedrig angesetzt sei. GR Peter Thaler äußerte sein Missfallen: „Das letzte Mal waren wir mit 30 Prozent drüber. Am Jahresende werden wir wieder feststellen, dass wir zu viel ausgegeben haben.“

Auch hier versprach Dorfchef Gallop, mit dem Planer nochmals Rücksprache zu halten, ob die Kalkulation realistisch sei. Diese solle ohnehin nach der Ausschreibung angepasst werden, wie Amtsleiter Walter Christl ergänzte.

Mit neun zu drei Stimmen wurde die Vorgangsweise beschlossen.


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