Rastloser Einsatz für Partnerspital in Tansania

Der Verein „Ärzte für Ifakara“ lud zum Galadiner in der Landecker Berufsschule, um Spenden für das St. Francis Hospital zu sammeln.

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Das St. Francis Hospital in Ifakara hat 370 Betten – die Region zählt allerdings 600.000 Menschen.
© Schennach

Von Nina Schrott

Landeck, Zams, Ifakara –Es ist eine einzigartige Partnerschaft, die mit dem Zammer Chirurgen Karl Schöpf 1955 begann. Er hatte eine alte Missionskrankenstation in Ifakara/Tansania zum St. Francis Hospital ausgebaut. Seither bestehen enge Verbindungen zwischen Zams und Ifakara.

Die Spitäler in Zams (328 Betten, Ausbau auf 390 Betten in Arbeit) und Ifakara (370 Betten) sind fast gleich groß. Mit dem Unterschied, dass Ifakara für die medizinische Versorgung von 600.000 Menschen zuständig ist und Zams „nur“ für 100.000 Menschen (Bezirke Landeck und Imst).

Das St. Francis Hospital verfügt über fast alle Abteilungen, die man auch in einem mitteleuropäischen Krankenhaus findet. Doch das Haus wird von Problemen geradezu gebeutelt, wie die Obfrau des Vereins „Ärzte für Ifakara“, Christine Schennach, zusammenfasst. „Der Personalmangel ist enorm, Fachärzte sind rar. Es fehlt an finanziellen Mitteln, staatliche Gelder reichen bei Weitem nicht. Dazu kommen eine veraltete technische Ausstattung und akute­r Medikamentenmangel. Es sind Zustände, die kann sich bei uns kein Mensch vorstellen“, so Schennach. Sie leistet jedes Jahr 15 Wochen Entwicklungsarbeit in Tansania. „Das St. Francis Hospital ist das einzige auf einer Fläche so groß wie die Schweiz. Es ist zum Zerbersten voll.“ Die Patienten kommen oft von weit her, um Verletzungen behandeln zu lassen. Aber auch für Malaria- und Aidskranke ist es die einzige Anlaufstelle.

Kassier Hans Georg Kreuzer, Obfrau Christine Schennach und Schuldirektor Günther Schwarzer (v. l.) zeigen stolz den Spendenscheck.
© Schrott

Genau dort, wo die Not am größten ist, setzt der Ifakara-Verein mit dem Galadiner in der Fachberufsschule (TFBS) an. Direktor Günther Schwarzer betonte: „Ein kleiner Geldbetrag kann in Entwicklungsländern einen großen Unterschied machen.“ Vizedirektorin Martina Bombardelli freut sich ebenfalls über die Zusammenarbeit mit dem Ifakara-Team.

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Der Erlös des jüngsten Gala-Abends, 12.000 Euro, werde zur Unterstützung eines Medizinstudenten verwendet. Der junge Mann aus Tansania strebt eine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an, um danach im Ifakara-Spital tätig zu sein.

Vereinskassier Hans Georg Kreuzer lobte den ehrenamtlichen Einsatz der TFBS in Küche und Service sowie den unentgeltlichen Auftritt des Klarinettenensembles Holzwurm. „Die Aufgaben in Tansania werden uns sicher nicht so schnell ausgehen“, resümiert Kreuzer.


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