Merkel nimmt an Trauerfeier für George Bush in Washington teil

Berlin/Washington (APA/Reuters/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird an der Trauerfeier für den verstorbenen früheren US-Pr...

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Berlin/Washington (APA/Reuters/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird an der Trauerfeier für den verstorbenen früheren US-Präsidenten George Bush nach Washington fliegen. Sie breche am Dienstag in die US-Hauptstadt auf und werde unmittelbar nach der Trauerfeier am Mittwoch wieder nach Berlin zurückkehren, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag mit.

Er begründete Merkels Kurzreise nach Washington mit der Rolle, die Bush für die deutsche Einheit gespielt habe. Merkel hatte den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump kurz am Rande des G-20-Gipfel getroffen. Die EU fürchtet immer noch die Verhängung von neuen US-Strafzöllen gegen europäische Firmen. Deutsche Automanager sind am Dienstag für ein Gespräch im Weißen Haus geladen.

Bush, der von 1989 bis 1993 US-Präsident war, war am Freitag im Alter von 94 Jahren im texanischen Houston gestorben. In ihrem Kondolenzschreiben habe die Kanzlerin ihre „Hochachtung vor seinem langen erfüllten Leben“ zum Ausdruck gebracht, sagte Seibert. Sie empfinde „tiefe Dankbarkeit“, dass Bush die Sehnsucht der Deutschen nach Vereinigung erkannt und verstanden habe und ihnen dabei geholfen habe, „den Weg in die Wiedervereinigung zu gehen“.

Die mehrtägigen Trauerfeiern für Bush beginnen am Montag. Am Nachmittag (17.30 Uhr MEZ) wird sein Sarg auf Wunsch von Präsident Donald Trump mit dem Präsidentenflugzeug Air Force One in Houston abgeholt und nach Washington gebracht. Bis Mittwoch soll Bushs Sarg dann in der Rotunde des Kapitols in Washington aufgebahrt werden, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Ehrbezeugung zu geben.

Für Mittwoch ordneten die US-Behörden eine eintägige Staatstrauer zu Bushs Ehren an. An der nationalen Trauerfeier in der Kathedrale von Washington wollen auch Trump und seine Frau Melania teilnehmen. Dazu werden neben Merkel noch dutzende andere Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet.


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