IVA-Rasinger: Geplatzter Post-FinTech-Deal Thema für nächste HV

Wien (APA) - Die geplatzte Kooperation der Post AG mit der deutschen FinTech Group - verbunden mit einem bisher verlustträchtigen Aktieninve...

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Wien (APA) - Die geplatzte Kooperation der Post AG mit der deutschen FinTech Group - verbunden mit einem bisher verlustträchtigen Aktieninvestment - wird bei der nächsten Hauptversammlung der Post im Jahr 2019 sicher eine wichtige Rolle spielen. „Aber es ist ungeheuerlich, jetzt schon mit Klagen zu drohen“, sagte Kleinaktionärsvertreter Wilhelm Rasinger am Montag im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Dieser ungewöhnliche Sachverhalt beschäftigt wie berichtet in der Zwischenzeit auch Post-Aktionäre und Rechtsanwälte. Investoren hätten sie mit der Prüfung von Ansprüchen im Zusammenhang mit dem geplatzten FinTech-Deal beauftragt, teilte in der Vorwoche eine Anwaltskanzlei mit. „Fest steht, dass den Aktionären Schäden durch Kursverluste entstanden sind“, hielt Rechtsanwalt Lukas Aigner fest.

Dass das geplante gemeinsame Joint Venture nicht zustande gekommen sei, „tut weh und ist unangenehm“, meinte Rasinger. Es sei aber besser gewesen, das Projekt jetzt zu stoppen, bevor es noch teurer geworden wäre, so der Präsident des Interessenverbandes für Anleger (IVA). Natürlich werde es auf der Hauptversammlung darum gehen, ob die notwendige Sorgfalt anwendet worden sei.

Für Rasinger stellt sich in diesem Zusammenhang generell die Frage, ob die Verbindung eines Logistikers wie der Post mit einer Bank in Zeiten von Internet und Bankfilialschließungen noch Zukunft habe, ob in Filialen noch genügend Erträge erwirtschaftet werden könnten. Andererseits gebe es auch das Gegenbeispiel, etwa wenn die Oberbank neue Filialen eröffne.

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Sollte die im Zusammenhang mit der abgesagten Kooperation von der Post eingegangene Beteiligung an der FinTech Group sich als verlustträchtig herausstellen, müsste dies auch Auswirkungen auf die erfolgsabhängigen Gehälter des Post-Vorstandes haben, betonte Rasinger. „Nicht nur die Aktionäre sollten darunter leiden.“

Die Post hat sich Anfang Oktober wie berichtet mit 35 Mio. Euro an der FinTech Group beteiligt, indem sie neu aufgelegte Aktien kaufte. Das 7-Prozent-Aktienpaket ist aktuell durch die inzwischen eingetretenen Kursverluste gut 8 Mio. Euro weniger wert. Der Post-Vorstand hat noch nicht entschieden, was er damit machen wird.

~ ISIN AT0000APOST4 WEB http://www.post.at ~ APA230 2018-12-03/12:45


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