Rot-Weiß-Rot-Karte - Wirtschaft und Industrie begrüßen Reform

Wien (APA) - Für Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer sind die Regierungspläne zur Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und der Mangelberufsli...

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Wien (APA) - Für Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer sind die Regierungspläne zur Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und der Mangelberufsliste „ein ganz wichtiger Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel“. Positiv findet er vor allem, „dass sich die Umsetzung künftig näher an der betrieblichen Praxis orientiert“.

Die Regionalisierung der Mangelberufsliste für einzelne Bundesländer und Branchen wie etwa die Tourismusbetriebe in Westösterreich hält Mahrer für einen ganz wichtigen Schritt. Als einzigen Wermutstropfen erkannte er in einer Aussendung, dass die Anzahl jener Jobs, die aufgrund von regionalen Mangelberufen mit Bewerbern aus EU-Drittländern besetzt werden dürfen, mit 300 begrenzt ist .

Auch die Präsidentin der Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer freute sich über die Ankündigung. „Das rettet zweifellos Arbeitsplätze in Tourismusbetrieben wie auch in vor- und nachgelagerten Bereichen.“ Wie sich die Regionalisierung der Mangelberufsliste und die Kontingentierung der Landeslisten auf 300 Fachkräfte in der Praxis auswirkt, müsse man sich erst genauer ansehen, so Reitterer. Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer sprach angesichts des akuten Mitarbeitermangels am Beginn der Wintersaison von einem dringend notwendigen Schritt, „um unsere Gäste bestmöglich betreuen zu können“. Sie freute sich insbesondere, dass nun auch Köche Aufnahme in die Mangelberufsliste finden.

Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Christoph Neumayer, sieht in der Neuregelung ebenfalls einen „wichtigen Schritt“ der Bundesregierung. „Qualifizierte Zuwanderung schafft neue, zusätzliche Arbeitsplätze und erhält den Wohlstand“, meinte Neumayer.


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