Angeklagte wegen Cafe-Anschlags in Bangladesch vor Gericht

Dhaka (APA/dpa) - Knapp zweieinhalb Jahre nach dem schweren Anschlag auf ein bei Ausländern beliebtes Cafe in der bangladeschischen Hauptsta...

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Dhaka (APA/dpa) - Knapp zweieinhalb Jahre nach dem schweren Anschlag auf ein bei Ausländern beliebtes Cafe in der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka hat ein Gerichtsprozess gegen sechs mutmaßliche Beteiligte begonnen. Ein Richter eines Anti-Terror-Gerichts in Dhaka verlas am Montag die Anklage gegen die Männer.

Ihnen wird vorgeworfen, an der Planung des Anschlags beteiligt gewesen zu sein und den Angreifern Waffen geliefert zu haben. Ihnen droht die Todesstrafe. Zwei weitere Angeklagte waren auf der Flucht.

Angreifer mit Schnellfeuerwaffen und Macheten hatten am Abend des 1. Juli 2016 das Cafe Holey Artisan Bakery im Diplomatenviertel der 18-Millionen-Einwohner-Stadt gestürmt und die ganze Nacht besetzt gehalten. Sie töteten 20 Gäste, von denen die meisten aus Italien oder Japan stammten. Unter den Opfern waren auch zwei Bangladescher sowie je ein Bürger der USA und Indiens. Ein Kommando der Armee stürmte das Cafe am nächsten Morgen und erschoss fünf der Attentäter sowie den Koch, der mit den Terroristen in Verbindung gestanden haben soll. Bei dem Einsatz starben auch zwei Polizisten.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) beanspruchte die Tat für sich. Die bangladeschische Regierung macht jedoch die einheimische islamistische Gruppierung JMB (Jamaatul Mujaheddin Bangladesh) dafür verantwortlich. Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben bereits zahlreiche Menschen getötet, die an dem Anschlag beteiligt gewesen sein sollen.

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