Europas Leitbörsen schließen klar im grünen Bereich

Frankfurt am Main (APA) - Dank der Entspannung im Handelskonflikt sowie im Haushaltsstreit zwischen EU und Italien haben die Leitbörsen Euro...

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Frankfurt am Main (APA) - Dank der Entspannung im Handelskonflikt sowie im Haushaltsstreit zwischen EU und Italien haben die Leitbörsen Europas zum Wochenstart einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Der Euro-Stoxx-50 legte 1,32 Prozent auf 3.214,99 Einheiten zu.

Ein „Waffenstillstand“ im Handelsstreit zwischen China und den USA sorgte zum Wochenstart für deutliche Erleichterung unter den Anlegern. Die beiden Länder verständigten sich am Rande des G-20-Gipfels in Buenos Aires in Argentinien auf weitere Verhandlungen und machen sich gegenseitig erste Zugeständnisse. So wollen die USA neue Strafzölle gegen China im Umfang von 200 Mrd. Dollar für 90 Tage aussetzen, teilte das Weiße Haus mit. China habe im Gegenzug nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, Zölle auf US-Autos „zu reduzieren und abzuschaffen“.

Auch im Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien ist nun eine gütliche Einigung in Sicht. „Italien und die EU-Kommission haben einen konstruktiven Dialog“, meinte Eurogruppenchef Mario Centeno. Die EU-Kommission hatte unlängst wegen Italiens geplanter höherer Neuverschuldung für 2019 ein offizielles Strafverfahren gegen Rom empfohlen. Die EU-Staaten schlossen sich der Einschätzung Ende vergangener Woche an.

Nun sei es an Italien, konkrete Maßnahmen vorzulegen, sagte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis. Medienberichten zufolge verhandelt Italien bereits über eine Reduzierung des Defizitziels für 2019 auf 2,0 Prozent oder 1,9 Prozent.

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Dass die Industriestimmung in der Eurozone im November auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren gefallen ist, drückte die Stimmung am Markt indessen nicht. Unter den Einzelwerten profitierten vor allem Autowerte von den Fortschritten im Handelsstreit zwischen China und den USA.

Ungeachtet negativer Unternehmensmeldungen sprangen dementsprechend BMW um 4,78 Prozent an. Der Konzern bereitet seine Investoren auf Ergebnisbelastungen im kommenden Jahr vor. Wechselkurse und Rohstoffpreise entwickelten sich weiter negativ, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter. „Wir rechnen für 2019 mit Gegenwind im mittleren bis hohen dreistelligen Millionenbereich.“

Auch Volkswagen legten 2,87 Prozent zu, obwohl Volkswagen laut der Compliance-Chefin Hiltrud Werner wegen der weltweit vielen Klagen im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal vor dem schwersten Jahr der Unternehmensgeschichte stehe, berichtete die „Financial Times“.

Gesucht waren daneben auch die Papiere der beiden Luxusgüterkonzerne Kering (plus 7,68 Prozent) und LVMH (plus 5,03 Prozent). An der Börse in London rangierten zudem die zuletzt arg gebeutelten Minenwerte wie Anglo American (plus 6,97 Prozent), Antofagasta (plus 7,85 Prozent) und BHP Billiton (plus 5,89 Prozent) unter den größten Kursgewinnern.

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Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 3.111,25 36,31 1,18 3.074,94 Frankfurt DAX 11.465,46 208,22 1,85 11.257,24 London FT-SE-100 7.062,41 82,17 1,18 6.980,24 Paris CAC-40 5.053,98 50,06 1,00 5.003,92 Zürich SPI 10.632,00 91,05 0,86 10.540,95 Mailand FTSEMIB 19.622,36 433,39 2,26 19.188,97 Madrid IBEX-35 9.179,60 102,40 1,13 9.077,20 Amsterdam AEX 523,87 4,50 0,87 519,37 Brüssel BEL-20 3.526,67 38,77 1,11 3.487,90 Stockholm SX Gesamt 1.529,78 15,15 1,00 1.514,63 Europa Euro-Stoxx-5 3.214,99 41,86 1,32 3.173,13

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Euro-Stoxx 353,42 4,44 1,27 348,98 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA445 2018-12-03/18:06


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