Zumtobel - Neuausrichtung schreitet voran, Halbjahresgewinn stieg

Wien/Dornbirn (APA) - Die Neuausrichtung des börsennotierten Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel schreitet voran. „Wir sind auf dem ri...

  • Artikel
  • Diskussion

Wien/Dornbirn (APA) - Die Neuausrichtung des börsennotierten Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel schreitet voran. „Wir sind auf dem richtigen Weg, dem Unternehmen die volle Leuchtkraft zurückzubringen. Im ersten Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2018/19 konnten wir trotz Umsatzrückgängen eine Verbesserung der Profitabilität erzielen“, so Zumtobel-Chef Alfred Felder am Dienstag in einer Mitteilung.

„Allerdings sind wir noch nicht an einer kompetitiven Kostenbasis angelangt. Konzernweit werden wir daher weiter Maßnahmen zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben, um langfristig profitables Wachstum zu generieren.“

Das kontinuierliche Hochfahren der Produktion in serbischen Werk Nis zur Stärkung des globalen Produktionsverbunds sowie die fortlaufenden Restrukturierungs- sowie Effizienz- und Einsparmaßnahmen seien wichtige Schritte zur Verbesserung der mittelfristigen Profitabilität, teilte Zumtobel mit.

Im November hat das Unternehmen die Schließung der Produktion seiner Komponententochter Tridonic im burgenländischen Jennersdorf bekanntgegeben. Bis November 2019 verlieren dort 90 Mitarbeiter ihren Job. Mit der Reduktion des Personalstands soll ab März kommenden Jahres begonnen werden. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Jennersdorf mit rund 30 Arbeitsplätzen bleibt als gruppenweites LED-Kompetenzzentrum erhalten. Die Produktion der im burgenländischen Werk gefertigten LED-Module wird nach Nis und Dornbirn transferiert.

Die eingeleiteten Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung hätten trotz Umsatzrückgängen zu einer verbesserten Ertragslage im ersten Halbjahr (Mai bis Oktober 2018) geführt, was insbesondere auf ein deutlich verschlanktes Management-Team und striktes Kostenmanagement zurückzuführen sei, so Zumtobel heute. Das Periodenergebnis stieg um 14,3 Prozent auf 8,8 Mio. Euro, das bereinigte Gruppen-EBIT um 22 Prozent auf 24,8 Mio. Euro. Das ausgewiesen EBIT erhöhte sich um 18,9 Prozent auf 19,1 Mio. Euro.

Der Gruppenumsatz ging wie erwartet zurück und sank um 4,7 Prozent auf 595,1 Mio. Euro. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Minus 3,2 Prozent. Weitere Gründe für den Rückgang seien der intensive Preiswettbewerb in der Beleuchtungsindustrie und deutlich weniger Umsätze in dem für die Zumtobel Group wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien (rund minus 15 Prozent). Der nach wie vor unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen und der in weiterer Folge rückläufige Auftragseingang im britischen Nicht-Wohnungsbaugewerbe belasteten.

Der Vorstand sieht 2018/19 als Übergangsjahr und bestätigte heute den Ausblick: Beim bereinigten Gruppen-EBIT wird für das Gesamtjahr eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (19,7 Mio. Euro) erwartet. „Vor dem Hintergrund der anhaltend geringen Visibilität sowie des allgemein intensiven Preiswettbewerbes in der Beleuchtungsindustrie und makroökonomischer Unsicherheiten wie beispielsweise des Brexit ist eine Aussage zur Umsatzentwicklung für das 2. Halbjahr mit großer Unsicherheit verbunden“, heißt es in der Mitteilung. Bis 2020/21 wird eine EBIT-Marge von circa 6 Prozent angestrebt.

~ ISIN AT0000837307 WEB http://www.zumtobelgroup.com ~ APA056 2018-12-04/08:28


Kommentieren