Europas Leitbörsen zur Eröffnung mehrheitlich mit negativer Tendenz

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag überwiegend schwächer in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stan...

  • Artikel
  • Diskussion

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag überwiegend schwächer in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.45 Uhr mit minus 0,43 Prozent oder 13,87 Punkte bei 3.201,12 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,31 Prozent oder 35,58 Zähler auf 11.429,88 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,17 Prozent oder 11,70 Einheiten auf 7.074,11 Punkte.

Im Mittelpunkt der Anlegeraufmerksamkeit steht am heutigen Handelstag der Auftakt im britischen Parlament zur Debatte über den Brexit-Vertrag. Zum Wochenstart hatte eine Annäherung zwischen den USA und China für Unterstützung gesorgt. Weil aber kein konkreter Plan für den Weg zu einer nachhaltigen Beilegung des Handelsstreits vorgelegt wurde, war es beispielsweise an der Tokioter Börse zu Gewinnmitnahmen und massiven Indexverlusten gekommen.

Bei den Konjunkturdaten werden keine besonders relevanten Veröffentlichungen erwartet. Lediglich Erzeugerpreise aus der Eurozone stehen am Programm. Dafür sorgten Unternehmensnachrichten für Bewegung.

Dank der Fusion mit Praxair ist der deutsche Gashersteller und Anlagenbauer Linde nun auch in den Stoxx-Europe-50 aufgenommen worden. Dort ersetzt er die Notierung der britischen Bank Barclays. Die Linde-Aktien führten am Vormittag mit einem Plus von 1,77 Prozent das Feld der wichtigsten Anteilsscheine in der Eurozone an.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Volkswagen bekommt auch im US-Absatz die Schwierigkeiten mit der Einführung neuer Abgastestverfahren in der EU zu spüren. Im vergangenen Monat verkaufte die Kernmarke des VW-Konzerns in den USA mit 26.789 Autos 8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Auslieferungen seien durch Verzögerungen in der Lieferkette infolge der WLTP-Einführung in Europa belastet worden, hieß es. Im frühen Handel rangierten VW-Anteile mit minus 1,92 Prozent an letzter Stelle im Euro-Stoxx-50.

Auch die Branchenkollegen BMW (minus 1,27 Prozent) und Daimler (minus 1,41 Prozent) gehörten zu den schwächeren Werten im Leitindex für die Eurozone. Das Treffen deutscher Autobosse mit hochrangigen US-Regierungsvertretern in Washington rückte die Branche in den Fokus des europäischen Aktienhandels. Worum genau es bei dem Treffen geht, war zunächst nicht bekannt.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA107 2018-12-04/09:59


Kommentieren