Börse Frankfurt am Vormittag im Rückwärtsgang

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die gestrige Begeisterung am deutschen Aktienmarkt über eine Entspannung im Handelskonflikt ist schon wied...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die gestrige Begeisterung am deutschen Aktienmarkt über eine Entspannung im Handelskonflikt ist schon wieder vorbei: Der DAX hat am Dienstag den Rückwärtsgang eingelegt und im frühen Handel 0,40 Prozent auf 11.419,16 Punkte verloren. Am Montag war der Leitindex über die als charttechnische Hürde angesehene Marke von 11.400 Punkten gesprungen und hatte letztlich 1,85 Prozent gewonnen. Der MDAX sank am Dienstag um 0,18 Prozent auf 23.725,91 Punkte.

Händler begründeten die Verluste mit deutlich negativen Vorgaben der Tokioter Börse sowie einer Nervosität der Anleger vor dem Brexit-Showdown im britischen Parlament. Dort wird ab diesem Dienstag über das mit Brüssel ausgehandelte, sehr umstrittene Abkommen debattiert und am 11. Dezember abgestimmt.

Mit Spannung dürften Anleger am Dienstag auf das Treffen deutscher Autobosse mit hochrangigen US-Regierungsvertretern in Washington schauen. Nach dpa-Informationen hat die US-Regierung eingeladen, um über die Handelssituation zu diskutieren. Am Vortag hatten die Kurse der Autohersteller nach dem „Waffenstillstand“ im US-Handelsstreit mit China kräftig zugelegt. Aber auch wegen der US-Absatzzahlen deutscher Autobauer sowie einer negativen Analystenstudie stehen Aktien aus dem Fahrzeugsektor im Fokus.

So hat das Analysehaus Jefferies die Titel von Continental, Hella und Schaeffler abgestuft und die jeweiligen Kursziele erheblich gesenkt. So verbuchten die Aktien von Conti, Hella und Schaeffler Abgaben zwischen 1,7 und 3,0 Prozent. Die Papiere von BMW, Daimler und Volkswagen büßten zwischen 1,1 und 1,8 Prozent ein.

Dank der Fusion von Linde und Praxair wird die Aktie des deutschen Gaseherstellers und Anlagenbauers nun auch in den Stoxx-Europe-50-Index aufgenommen. Dies teilte die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx nach einer außerordentlichen Prüfung mit. Die Änderung wird zum Handelsstart am 24. Dezember wirksam. Linde-Aktien gewannen an der DAX-Spitze 1,8 Prozent.

Die britische Investmentbank HSBC stufte die Papiere von Carl Zeiss Meditec nach dem jüngsten Kursrutsch von „Hold“ auf „Buy“ hoch. Analyst Richard Latz rechnet in einer am Dienstag vorliegenden Studie mit einem gesundem Umsatzwachstum und Profitabilitätssteigerungen des Optik- und Elektronikunternehmens.

Die Anteilsscheine von Befesa stiegen als SDAX-Spitzenreiter um 4,3 Prozent. Die US-Bank JPMorgan stufte die Aktien des Metallrecycling-Unternehmens von „Neutral“ auf „Overweight“ hoch. Die Papiere hätten in den vergangenen zwei Monaten rund 17 Prozent an Wert verloren und böten nun wieder ein Aufwärtspotenzial von rund 18 Prozent, hieß es.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA145 2018-12-04/10:42


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