Missbrauchsvorwürfe in Ski-Internat Neustift: Ministerium ist am Zug

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat ihren Vorhabensbericht zur Skihauptschule Neustift dem Justizministerium übermittelt.

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Das Internatsgebäude der Ski-Mittelschule Neustift, ehemals Skihauptschule Neustift, im Stubaital.
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Innsbruck – Unabhängig vom Bericht der Expertenkommission des Landes, die sexualisierte Gewalt und Grenzüberschreitungen in der Skihauptschule Neustift vor 40 bzw. 20 Jahren bestätigt hatte, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck ihre seit Monaten dauernden Ermittlungen dort abgeschlossen. Ins Visier sind zwei Personen geraten, eine davon ist der ehemalige Heimleiter. „Der Vorhabensbericht ist dem Justizminister übermittelt worden“, betont der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hansjörg Mayr gegenüber der TT. Danach wird entschieden, ob Anklage erhoben wird oder nicht. Die Inhalte der Berichte dürften sich jedenfalls decken.

Für Ex-Skirennläuferin Nicola Werdenigg, die die Fälle ins Rollen gebracht hatte, war „Machtmissbrauch bis hin zu schweren sexuellen Übergriffen durch Pädagogen an Schülern der Skihauptschule ein wichtiges Motiv für meinen Schritt in die Öffentlichkeit“. Jetzt gehe es um Aufarbeitung der Systemfehler für Prävention in der Zukunft. (pn)


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