Möslalm: Rodelbahn erhält weitere Unterstützung

Nach den Grünen fordert nun auch die VP eine gemeinsame Lösung. Juristische Fragen und die tägliche Betreuung der Bahn sind dabei die größten Hürden.

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Symbolbild.
© TT/Privat

Von Jasmine Hrdina

Wörgl – Die Rodelbahn auf der Möslalm solle zum Nutzen der Einheimischen erhalten werden, und dafür sollen sich auch Gemeinde und TVB an einer Lösung beteiligen – dieser Meinung scheinen auch immer mehr Entscheidungsträger in Wörgl zu sein.

Nach den Wörgler Grünen spricht sich nun auch die hiesige Volkspartei für den Fortbestand der Bahn aus und fordert Parteien, Touristiker und Almpächter zur Zusammenarbeit auf. „Als Sportreferent der Stadt Wörgl sehe ich kein Problem, dass wir uns als Gemeinde bei der Erhaltung dieses Naherholungsgebietes auch im Winter finanziell beteiligen. Ich denke auch, dass der TVB hier sehr wohl gesprächsbereit wäre, sofern man miteinander diskutiert und sich nicht alles über die Zeitung ausrichten lässt“, so Vizebürgermeister Hubert Aufschnaiter.

Bis zum Bericht der Tiroler Tageszeitung habe er nicht Bescheid gewusst, dass es heuer keine Rodelbahn mehr geben wird. Auch Gabi Madersbacher (Liste Hedi Wechner), Vorsitzende des Sportausschusses, spart nicht mit Kritik an der fehlenden Kommunikation seitens der ehemaligen Betreiber. Auch sie hätte sich erwartet, dass die Wirtsleute oder auch bereits informierte Wörgler an die Stadt herantreten.

Dass die von den Kleinunternehmern auf Sparflamme betriebene Pistengaudi schon seit Jahren Anlass für Diskussionen birgt, sei den Gemeindepolitikern nicht zu Ohren gekommen. Dabei wandten sich verärgerte Bürger erst Anfang Oktober bei einem Stadtteilgespräch mit der Forderung nach einer funktionierenden Rodelbahn an BM Hedi Wechner – die TT berichtete. VBM Mario Wiechenthaler sprach vor zwei Wochen von „internen Gesprächen“, die bereits laufen würden.

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Nun, da alle entsprechenden Entscheidungsträger informiert sind, wolle man sich jedenfalls um eine Lösung bemühen, so Aufschnaiter. An den von den bisherigen Betreibern mit 6000 Euro bezifferten Kosten pro Winter werde es laut Sportreferent nicht scheitern. Zu klären seien vor allem juristische Punkte. „Versicherungstechnisch war der Betrieb bisher ein Graubereich. Wenn sich die Stadt beteiligt, muss das rechtlich einwandfrei geregelt sein, so wie auch bei der Mountainbikestrecke.“ Wie berichtet, ist diese durch das tirolweite „Mountainbike-Modell“ vom Land abgesichert.

Die Bahn müsse täglich begangen und gewartet, und wenn sie zu eisig ist, gesperrt werden. „Außerdem ist fraglich, wo die Leute alle parken sollen“, rechnet Aufschnaiter doch mit einem verstärkten Besucheraufkommen, so man sich der Bahn annimmt.

Bis vor etwa 30 Jahren gab es in Wörgl einen Rodelverein, der das Projekt Rodelgaudi auf der Möslalm tatkräftig unterstützte. Auch diese Option käme für Aufschnaiter in Frage – ob sich für diesen Winter noch eine Lösung finden lässt, ist aber fraglich.

Auch das Klima könnte dem Vorhaben letztlich einen Strich durch die Rechnung machen: „Wir bemühen uns immer um die Langlaufloipe im Westen. Wir hatten aber auch schon derart warme Winter, dass wir trotz Schneekanone diese nicht betreiben konnten“, relativiert der Vizebürgermeister.


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