Rücktritt nach Ärger über Venet

„Es ist eine Grenze erreicht" — so erklärt FPÖ-Gemeinderat Roland König seinen Rücktritt als Obmann des Überprüfungsausschusses der Stadtgem...

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Roland König nennt die Venet Bergbahn AG als Hauptgrund für den Rücktritt.
© Wenzel

„Es ist eine Grenze erreicht" — so erklärt FPÖ-Gemeinderat Roland König seinen Rücktritt als Obmann des Überprüfungsausschusses der Stadtgemeinde Land­eck. Vergangene Woche am 28. November legte er seine Funktion offiziell zurück. „Hauptsächlich wegen dem Venet", erklärte er der TT. Der Ärger habe sich über Jahre aufgestaut. Regelmäßig reklamierte König, dass dem Überprüfungsausschuss nicht die geforderten Zahlen vorgelegt würden. Die Venet Bergbahnen AG gehört zu 46,21 Prozent der Stadt Landeck. „Es geht hier um Steuern. Ohne Unterstützung müsste sie jährlich Konkurs anmelden."

Seine Forderung nach einer vierteljährlichen Berichtspflicht sei nicht einmal diskutiert worden, kritisiert er. Ihm fehle auch ein Businessplan zu den Investitionen, die derzeit am Venet getätigt werden. FPÖ und SPÖ hatten dem Investitionspaket aus diesem Grund ihre Zustimmung versagt. „Ich wollte ein Zeichen setzten." Wer sein Nachfolger wird, ist noch offen, König will als einfaches Mitglied im Ausschuss bleiben. Venet-Aufsichtsratsvorsitzender und Landecks Vizebürgermeister Thomas Hittler (ÖVP) weiß vom Rücktritt, er werde erst diese Woche rechtskräftig. König habe Dokumente verlangt, die er aus aktienrechtlichen Gründen nicht hergeben könnte. Man habe ihm aber einen Sitz im Aufsichtsrat angeboten, das habe König allerdings abgelehnt. „Dann hätte er alle Zahlen", so Hittler. (mr)


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