Messerattacke in Vorarlberger Zug: 18-Jähriger verurteilt

Feldkirch (APA) - Ein 18-Jahre alter Mann ist am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ...

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Feldkirch (APA) - Ein 18-Jahre alter Mann ist am Dienstag am Landesgericht Feldkirch wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung zu 15 Monaten unbedingter Haft und 1.200 Schmerzensgeld verurteilt worden. Der Jugendliche hatte einem 44-jährigen Vorarlberger in einem Zug mit einem Klappmesser in den Rücken gestochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der offensichtlich betrunkene afghanische Asylwerber hatte in der Nacht auf den 13. Oktober am Bahnhof Feldkirch kurz vor einem einfahrenden Zug die Gleise überquert, was den Unmut zahlreicher wartender Fahrgäste auf sich zog. Gemeinsam mit den Wartenden stieg der 18-Jährige anschließend in den mittlerweile eingefahrenen Zug ein, sorgte im Waggon allerdings für Tumult, woraufhin Fahrgäste ihn aus dem Zug drängten. Kurz darauf stieg der Jugendliche wieder ein und fuchtelte wild mit einem Klappmesser herum, das er auch gezielt gegen Menschen schwang. Dabei wurde ein 44-jähriger Mann am Rücken verletzt. Vier Personen hielten den randalierenden Mann bis zum Eintreffen der Polizei am Bahnsteig fest. Dabei erlitt einer der Männer eine Schnittverletzung an der Hand.

Während der Verhandlung sprach der Angeklagte von Erinnerungslücken infolge seiner Alkoholisierung in der Tatnacht. Gemessen wurden dem Polizeibericht zufolge 1,1 Promille Alkohol im Blut. Der Schöffensenat zeigte sich jedoch gestützt auf Überwachungsvideos überzeugt davon, dass der 18-Jährige die Messerstiche gezielt gesetzt hatte, und sprach ihn schuldig der versuchten absichtlich schweren Körperverletzung. Seinem Opfer, das nach wie vor über Schmerzen durch die vier mal fünf Zentimeter große Stichwunde klagte, wurden 1.200 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.


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