Europas Leitbörsen zu Mittag einheitlich tiefer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf weiter nachgegeben. Der 50 führende Unternehmen der Eur...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Verlauf weiter nachgegeben. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel um 20,86 Einheiten oder 0,65 Prozent auf 3.194,13 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.30 Uhr mit 11.381,45 Punkten und minus 84,01 Einheiten oder 0,73 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 55,92 Zähler oder 0,79 Prozent und steht nun bei 7.006,49 Stellen.

Von der euphorisch begrüßten Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China ist am Dienstag wenig übriggeblieben. Auf die Erleichterung nach dem von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping beschlossenen einstweiligen „Waffenstillstand“ ab Jänner folgten zum einen Gewinnmitnahmen. Andererseits wurden konkrete Aussagen über den Zeitplan zum Abbau der Zölle vermisst. Dies hatte zu schwachen Vorgaben durch asiatische Börsen gesorgt und bremste auch die Stimmung unter europäischen Anlegern aus.

Außerdem steigt die Spannung vor der Abstimmung über den Brexit-Vertrag im britischen Parlament am 11. Dezember. Heute startet die Debatte über den Vertrag mit der EU. Hatte sich die Londoner Börse im Eröffnungshandel noch positiv halten können, rutschte auch sie im Verlauf klar ins Minus.

In der Eurozone sind die Preise auf Produzentenebene im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Nach Zahlen des Statistikamts Eurostat vom Dienstag lagen die Erzeugerpreise 4,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im September hatte die Jahresrate 4,6 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, im Oktober um 0,8 Prozent. Analysten hatten in beiden Betrachtungen geringere Zuwächse erwartet. Im Verlauf werden auch aus den USA keine weiteren marktrelevanten Konjunkturdaten erwartet.

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An der Spitze des Leitindex für die Eurozone tendierten weiterhin die Papiere des Gaskonzerns Linde. Nach der Fusion mit Praxair ist das deutsche Unternehmen nun auch in den Leitindex für Europa den Stoxx-Europe-50 aufgerückt. Dort haben die Linde-Werte die Notierung der britischen Bank Barclays ersetzt.

Vor dem Treffen deutscher Automanager mit Vertretern der US-Regierung im Weißen Haus in Washington gaben die Kurse der wichtigsten Autokonzerne deutlich nach. Die Anteilsscheine von BMW (minus 1,92 Prozent), Daimler (minus 1,98 Prozent) und Volkswagen (minus 1,98 Prozent) bauten ihre Kursverluste dabei zum Vormittagshandel noch aus. Als Schlusslicht im Euro-Stoxx-50 tendierten im Verlauf die Aktien des irischen Baustoffkonzerns CRH. Sie verbilligten sich um 3,29 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA316 2018-12-04/13:43


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