Wölfe - Verordnung in NÖ Landesregierung einstimmig beschlossen

St. Pölten (APA) - Nach der Änderung des NÖ Jagdgesetzes am 20. September, die bei Gefahr einen rascheren Abschuss von „Problemwölfen“ ermög...

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St. Pölten (APA) - Nach der Änderung des NÖ Jagdgesetzes am 20. September, die bei Gefahr einen rascheren Abschuss von „Problemwölfen“ ermöglichen soll, ist am Dienstag eine Verordnung betreffend Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Abwendung von Schäden in der NÖ Landesregierung einstimmig beschlossen worden. Die Sicherheit der Bevölkerung habe oberste Priorität, sagte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP).

Die Verordnung sei eine klare Handlungsanleitung für alle Bezirkshauptmannschaften. Vorbild sei die Schweiz, so Pernkopf. Angeführt sind die Szenarien unbedenkliches, auffälliges, unerwünschtes und nicht zuletzt problematisches Verhalten des Wolfes. Maßnahmen zur Abwendung von Schäden an Nutztieren sind demnach Vergrämung oder Abschuss. Sie sollen in den Stufen 3 (unerwünschtes Verhalten) und 4 (problematisches Verhalten) zur Anwendung kommen. In den beiden niedrigeren Stufen sind Information der Bevölkerung und Überwachung vorgesehen.

Schlägt ein Wolf etwa sein Tageslager nahe einer Siedlung (mit weniger als 50 Meter Distanz definiert) auf, soll er vergrämt werden. Taucht ein Wolf mehr als zweimal während der Aktivitätszeit des Menschen (6.00 bis 22.00 Uhr) in einer Siedlung auf, soll der Abschuss erfolgen.

Informationen gibt es auch auf der Website der niederösterreichischen Landesregierung: www.noel.gv.at/noe/Naturschutz/Wildtierinfo.html. Der WWF Österreich hat die „Schein-Wolfs-Verordnung“ als rechtlich und inhaltlich fragwürdige Schnellschuss-Aktion kritisiert.

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