Wiener Börse

Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Dienstag deutliche Kurseinbußen hinnehmen müssen. Der ATX rutschte 53,2 Punkte oder 1,71 Prozent auf 3....

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Wien (APA) - Die Wiener Börse hat am Dienstag deutliche Kurseinbußen hinnehmen müssen. Der ATX rutschte 53,2 Punkte oder 1,71 Prozent auf 3.058,05 Einheiten ab. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 35 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.093,00 Punkten.

Nach dem starken Wochenbeginn mussten auch die anderen europäischen Indizes am Dienstag Terrain abgeben, wenn auch weniger deutlich. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,79 Prozent, DAX/Frankfurt -1,03 Prozent, FTSE/London -0,56 Prozent und CAC-40/Paris -0,65 Prozent.

Marktbeobachter verwiesen auf die anhaltende Unsicherheit und Zurückhaltung unter den Anlegern sowie auf die schwachen Tokio-Vorgaben. Am Nachmittag trübte zudem eine negative Wall Street-Eröffnung die Stimmung.

Am Vortag hatte noch die Hoffnung auf eine Lösung im US-Handelskonflikt mit China für Auftrieb gesorgt, nun folgt eine gewisse Skepsis, kommentierte ein Börsianer. Die Ankündigungen wurden als zu unkonkret beschrieben, um die Stimmung der Anleger nachhaltig bessern zu können und führten bei einigen Werten zu Gewinnmitnahmen.

Zu den Aktien im Fokus zählten Zumtobel, die nach Zahlenvorlage freundlich in die Sitzung starteten dann aber ins Minus abdrehten. Im Verlauf weiteten sich die Abschläge deutlich aus und am Sitzungsende stand ein klares Minus von 4,11 Prozent auf 8,28 Euro.

Die Neuausrichtung des Leuchtenherstellers schreitet voran. „Wir sind auf dem richtigen Weg, dem Unternehmen die volle Leuchtkraft zurückzubringen. Im ersten Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2018/19 konnten wir trotz Umsatzrückgängen eine Verbesserung der Profitabilität erzielen“, so Zumtobel-Chef Felder in einer Mitteilung. Der Vorstand sieht 2018/19 als Übergangsjahr und bestätigte heute den Ausblick.

Zu den größten Verlierern zählten am Berichtstag auch die Titel von AT&S mit einem Abschlag in Höhe von 4,91 Prozent auf 17,42 Euro. Am Vortag hatten die Titel noch 3,6 Prozent an Wert gewonnen.

Andritz verloren 2,25 Prozent auf 42,50 Euro. Der steirische Technologiekonzern hat aus China einen Auftrag für ein Pumpspeicherkraftwerk mit einem Wert von mehr als 100 Mio. Euro erhalten.

Auch die Bankwerte zeigten sich nach den Vortagesgewinnen einheitlich im Minus. BAWAG korrigierten um 4,29 Prozent nach unten auf 38,40 Euro und Raiffeisen kamen um 3,80 Prozent zurück auf 25,80 Euro. Erste Group schlossen 2,05 Prozent tiefer bei 34,41 Euro.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA470 2018-12-04/17:57


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