Ex-Astronautin: Mars ist kein „Plan B“ für die Menschheit

Die ehemalige Raumfahrerin Mae Jemison warnte auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz eindringlich vor der Zerstörung der Erde.

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Ein Blick auf den Mars.
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Kattowitz – Die ehemalige Astronautin Mae Jemison hat auf der UN-Klimakonferenz eindringlich vor der Zerstörung des Lebensraums auf der Erde gewarnt. Der Menschheit stehe kein anderer Planet zur Verfügung, sagte die US-Raumfahrerin am Dienstag in einer Rede in Kattowitz. „So gerne ich auch zum Mars reisen würde - er stellt keinen Plan B für unsere Zivilisation dar“, sagte sie.

„Die Erde braucht uns nicht, aber wir brauchen die Erde“, sagte Jemison. „Wenn die Leute sagen ‚Rettet die Erde‘ dann täuschen sie sich.“ Vielmehr müssten die Menschen aufhören, ihren eigenen Lebensraum zu zerstören, bis er „uns nicht mehr beherbergen kann“. Der Klimawandel sei „wahrscheinlich das größte Problem“ der Menschheit und betreffe jeden.

Mit ihrer Rede setzte sich die US-Astronautin deutlich von US-Präsident Donald Trump ab. Er hatte den Klimawandel als „Erfindung“ und „Scherz“ bezeichnet und den Ausstieg der USA aus dem Pariser Abkommen erklärt. Etwa 200 Länder beraten derzeit bei der UN-Klimakonferenz COP24 in Kattowitz über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. (APA/AFP)


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