Zürcher Börse schließt etwas leichter

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag leicht im Minus beendet. Die Stimmung an den Börsen hat sich nac...

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Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag leicht im Minus beendet. Die Stimmung an den Börsen hat sich nach der Euphorie zum Wochenbeginn wieder eingetrübt. Auslöser für den erneuten Stimmungsumschwung war die Tatsache, dass zu der weiteren Vorgehensweise mit Blick auf die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China kaum Details bekannt wurden.

Zudem seien 90 Tage nicht sehr viel Zeit, um eine Einigung zu erzielen. Nicht zuletzt soll der China-Kritiker Robert Lighthizer und nicht der moderatere Finanzminister Steven Mnuchin die USA bei den Verhandlungen vertreten. „Das alles hat dazu geführt, dass die Investoren bereits wieder vermehrt zu defensiven Papieren greifen“, erklärte ein Händler.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor bis Handelsschluss 0,24 Prozent auf 9.085,00 Punkte. Beim breiten Swiss Performance Index (SPI) resultierte zum Schluss ein Minus von 0,28 Prozent (SPI) auf 10.802,37 Zähler. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die defensiven Börsenschwergewichte nicht mit ihrem ganzen Gewicht enthalten sind, verlor mit 0,75 Prozent auf 1.399,50 Zähler hingegen deutlich stärker.

Die Gewinner waren allesamt defensive Titel wie Swisscom (+1,1 Prozent), Givaudan (+1,0 Prozent), Nestlé (+0,9 Prozent) und Novartis (+0,6 Prozent). Mit Roche (-0,3 Prozent) notierte ein weiteres defensives SMI-Schwergewicht im oberen Bereich der Tabelle. Der Basler Pharmakonzern hatte am Vorabend anlässlich eines Kongresses positive Studiendaten zu den Medikamenten Hemlibra und Venclexta veröffentlicht. Auch die Aktien des Versicherers Zurich (-0,5 Prozent) verloren am Vortag einer Investorenveranstaltung unterdurchschnittlich.

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Die deutlich längere Verliererliste wurde von S (-5,1 Prozent) und damit den Gewinnern des Vortages angeführt. Die Papiere des österreichischen Chip-Herstellers mit Schweizer Börsenkotierung litten laut Händlern unter der Gewinnwarnung eines weiteren Apple-Zulieferers sowie einem negativen Kommentar aus einem angelsächsischen Broker-Hauses.

Mit Temenos (-3,3 Prozent), Dufry (-3,2 Prozent), LafargeHolcim (-3,2 Prozent) und Logitech (-3,0 Prozent) folgten weitere Technologie- oder konjunktursensitive Werte sowie solche, bei denen Investoren zum Wochenstart noch besonders stark zugegriffen hatten. Auch die Großbanken UBS (-2,5 Prozent) und Credit Suisse (-2,0 Prozent) schlossen schwach ab.

Ein Analystenkommentar sorgte beim Sanitärtechnikkonzern Geberit (-2,1 Prozent) für hohe Kursverluste. Die Analysten der Bank Vontobel hatten ihre Empfehlung und Kursziel für die Aktien gesenkt und dies mit dem herausfordernden Wachstumsziel begründet.

Die Unsicherheit in Bezug auf die weiteren Handelsbeziehungen zwischen den USA und China zeigte sich auch in den Kursverlusten von Richemont (-1,2 Prozent), Schindler (-1,4 Prozent) und Swatch (-1,9 Prozent). Am Vortag hatten auch sie deutlich zugelegt, weil sie allesamt recht stark auf dem asiatischen Markt vertreten sind. Die nun aufkommende Zurückhaltung habe Investoren dazu bewogen, ihre Positionen eher wieder abzubauen, hieß es im Handel.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA480 2018-12-04/18:20


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