Festgesetzte ukrainische Matrosen: Gericht verordnet ärztliche Hilfe

Straßburg/Kiew (APA/dpa) - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland verpflichtet, den kürzlich festgesetzten ukrainischen...

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Straßburg/Kiew (APA/dpa) - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland verpflichtet, den kürzlich festgesetzten ukrainischen Matrosen angemessene medizinische Behandlung zuteilwerden zu lassen. Das teilte das Straßburger Gericht am Dienstag mit. Als Mitgliedsland des Europarats muss Russland diese sogenannten vorläufigen Maßnahmen umsetzen. Die Ukraine hatte den Schritt beantragt.

Die russische Küstenwache hatte am 25. November Boote der ukrainischen Marine gewaltsam an der Durchfahrt in der Meerenge von Kertsch gehindert. Drei Boote samt Besatzung wurden festgesetzt. Der bereits schwelende Konflikt zwischen der Ukraine und Russland um den Zugang zum Asowschen Meer war mit der Fertigstellung der Brücke zur annektierten Halbinsel Krim im Frühjahr 2018 offen ausgebrochen.

Gegen die 24 Matrosen wurde in Russland Berichten zufolge mittlerweile Anklage wegen illegalen Grenzübertritts erhoben. Russland wertet den Zwischenfall als Provokation der Ukraine. Kiew verhängte als Reaktion für einen Monat das Kriegsrecht in großen Teilen des Landes. Der Vorfall hatte international Besorgnis ausgelöst.

~ WEB http://www.echr.coe.int/ ~ APA491 2018-12-04/18:53

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