Russland bestreitet Bruch von INF-Abkommen

Moskau (APA/dpa) - Das russische Außenministerium hat die Vorwürfe der NATO-Staaten zurückgewiesen, mit neuen Marschflugkörpern gegen einen ...

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Moskau (APA/dpa) - Das russische Außenministerium hat die Vorwürfe der NATO-Staaten zurückgewiesen, mit neuen Marschflugkörpern gegen einen der wichtigsten Abrüstungsverträge verstoßen zu haben. „Russland hält sich strikt an die Bestimmungen des Vertrages, und das ist der amerikanischen Seite auch bekannt“, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Dienstagabend nach Angaben der Agentur Interfax.

Die NATO hatte Russland kurz zuvor erstmals geschlossen vorgeworfen, mit neuen Marschflugkörpern gegen den INF-Vertrag zu verstoßen. Man rufe Russland auf, sofort und nachweisbar wieder volle Vertragstreue herzustellen, kommentierte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die USA setzten Russland daraufhin ein Ultimatum von 60 Tagen, um sich wieder an den INF-Vertrag zu halten.

Russland habe jedoch nicht die Absicht, auf diese Forderung einzugehen, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses in der Staatsduma, Wladimir Schamanow. „Russland ist kein Land, das man ein Ultimatum stellt“, sagte der Politiker. Auch Moskau habe an die USA Forderungen gestellt und keine Reaktion erhalten. „Wir werden deshalb nicht auf diese vermeintlichen Anschuldigungen antworten.“

~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA518 2018-12-04/20:10


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