Linz räumt Banken für 200 Mio. Euro Gläubigerrechte bei Linz AG ein

Linz (APA) - Die Stadt Linz will drei Banken für einen Kredit über 200 Millionen Euro eine bevorzugte Gläubigerstellung beim städtischen Ver...

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Linz (APA) - Die Stadt Linz will drei Banken für einen Kredit über 200 Millionen Euro eine bevorzugte Gläubigerstellung beim städtischen Versorger Linz AG einräumen und dazu ihr Pfandrecht an Aktien der Linz AG aufgeben. Der dafür benötigte Gemeinderatsbeschluss soll morgen, Donnerstag, gefasst werden. Das berichteten Medien am Mittwoch.

Die Stadt möchte 2020 und 2021 laut ihrer „Mittelfristigen Finanzplanung“ keine neuen Schulden machen. Das wird möglich durch die im Vorjahr gegründete Unternehmensgruppe der Stadt Linz (UGL). Der Verkauf des stadteigenen Versorgers Linz AG und anderer Gesellschaften an diese Holding spülte 348,6 Mio. Euro in die Stadtkasse, verteilt auf vier Jahre. 48,6 Mio. seien schon voriges Jahr geflossen, je 100 Mio. jährlich sollen das bis 2020 tun.

Drei Banken finanzieren der Holding diese Aktion mit 200 Mio. Euro, als Sicherheit bekommen sie als Gläubiger Vorrang vor der Stadt, indem diese ihr Pfandrecht an den Linz-AG-Aktien aufgibt. Eine Nachrangerklärung der Stadt wird deshalb abgegeben, weil den Banken kein Pfandrecht eingeräumt wird, wie dies bei Finanzierungen dieser Art üblich wäre, erläuterte dazu der Linzer Finanzdirektor Christian Schmid in einer Presseaussendung am Mittwoch. Wenn die letzte Kaufpreisrate von der UGL-Holding 2020 an die Stadt bezahlt wird, habe sie keine Forderungen mehr gegenüber der Holding und die Nachrangerklärung sei de facto obsolet. Die Stadt will mit dem Geld Schulden tilgen.


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