Nach Protesten: Israel will GPS-Fesseln bei häuslicher Gewalt

Tel Aviv (APA/dpa) - Israel will nach massiven Protesten gegen Gewalt an Frauen elektronische Ortungsfesseln bei Verdächtigen und wegen häus...

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Tel Aviv (APA/dpa) - Israel will nach massiven Protesten gegen Gewalt an Frauen elektronische Ortungsfesseln bei Verdächtigen und wegen häuslicher Gewalt Verurteilten einsetzen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag solle am Sonntag im zuständigen Parlamentskomitee eingebracht werden, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch mit.

Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Mädchen hatten am Dienstag nach Medienberichten rund 30.000 Menschen in Tel Aviv für den Schutz von Frauen demonstriert. Sie forderten von der Regierung umgerechnet knapp 60 Millionen Euro für ein entsprechendes Hilfsprogramm.

Nach dem Gesetzesvorschlag sollen Verdächtige und Verurteilte elektronische Fesseln bekommen, die mit GPS-Ortung ausgestattet sind. Damit soll auch überprüft werden, ob sich die Verurteilten an Auflagen der Gerichte halten und sich ihren Opfern nicht nähern.

Auch die Opfer selbst könnten nachverfolgen, wo sich ihre ehemaligen Peiniger aufhielten, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit mit. Nach drei Jahren solle die Effizienz der GPS-Fesseln kontrolliert werden. Seit Jahresanfang sind in Israel laut Medienberichten 24 Frauen nach häuslicher Gewalt gestorben.

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