Europas Leitbörsen zu Mittag weiter klar schwächer

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf weiter klar schwächer tendiert. Am Vortag waren bereits...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf weiter klar schwächer tendiert. Am Vortag waren bereits die US-Börsen eingebrochen, weil sich in New York Konjunktursorgen breitgemacht hatten.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor heute Mittag um 0,82 Prozent auf 3.163,04 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.45 Uhr um 0,79 Prozent tiefer bei 11.245,21 Punkten. Der FTSE-100 der Börse London verlor 1,16 Prozent und steht nun bei 6.941,49 Stellen.

Die neuesten Entwicklungen am US-Anleihemarkt hatten am Dienstag für Unsicherheit an der Wall Street gesorgt. Erstmals seit rund elf Jahren lagen die Renditen von dreijährigen und zweijährigen US-Staatsanleihen höher als die Renditen im fünfjährigen Laufzeitbereich. Dass die kurzfristigen Zinsen höher liegen als jene am langen Ende, wird häufig als Rezessionssignal interpretiert. Die wichtigsten New Yorker Aktienindizes brachen am Vortag um jeweils über drei Prozent ein.

Am heutigen Handelstag werden aus den USA keine Impulse erwartet. Die US-Börsen bleiben wegen des nationalen Trauertages für den kürzlichen verstorbenen Ex-Präsidenten George H.W. Bush geschlossen.

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Weiter aktuell bleiben außerdem die Themen Handelsstreit und Brexit. Die Übereinkunft von US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping beim G-20-Gipfel am vergangenen Wochenende wurde von vielen Beobachtern als zu unkonkret kritisiert. Bei den Parlamentsdebatten in Großbritannien zum Austritt des Landes aus der Europäischen Union (EU) musste die Regierung mehrere Abstimmungsniederlagen hinnehmen.

Im Euro-Stoxx-50 drehten zu Mittag einige Werte ins Plus, nachdem in der Früh zunächst noch sämtliche Titel im Minus notiert hatten. Zu den größten Gewinnern im Index gehörten die deutschen Autowerte Volkswagen (plus 1,51 Prozent), BMW (plus 0,51 Prozent) und Daimler (plus 0,32 Prozent).

Vertreter der drei Unternehmen hatten sich am Vortag mit Vertretern der US-Regierung getroffen. VW-Chef Herbert Diess, Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter sprachen jeweils getrennt mit Regierungsvertretern. Anschließend gab es eine gemeinsame Runde mit Präsident Donald Trump. Danach äußerten sich die Vertreter der Autohersteller optimistisch.

Ebenfalls im Spitzenfeld notierten Bayer mit einem Plus von 0,64 Prozent. Konzernchef Werner Baumann will den deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzern in den kommenden Jahren profitabler machen. „Wir werden erheblichen Wert schaffen, indem wir durch Innovationskraft wachsen, die Ertragskraft steigern und den Cashflow erhöhen“, kündigte er auf einer Investorenkonferenz in London an.

In Zürich verloren die Aktien der Zurich Insurance Group trotz positiver Nachrichten 1,69 Prozent. Der Versicherer hatte seine Finanzziele bekräftigt. Das Unternehmen sei gut positioniert, um die Vorgaben für den Zeitraum 2017 bis 2019 in vollem Umfang zu erreichen, teilte der Schweizer Versicherungskonzern am Mittwoch vor einer Investorenveranstaltung in London mit.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA290 2018-12-05/13:00


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