Lizenz für Milchexporte nach China braucht Verlängerung

Wien/Peking (APA) - 27 heimische Milchverarbeiter liefern derzeit nach China. Es handelt sich um große Molkereien wie Berglandmilch, NÖM, Gm...

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Wien/Peking (APA) - 27 heimische Milchverarbeiter liefern derzeit nach China. Es handelt sich um große Molkereien wie Berglandmilch, NÖM, Gmundner Milch oder Salzburg Milch, die Käsereien Rupp oder Gebrueder Woerle bis hin zur kleinen Sennerei Zillertal. Die Exportgenehmigungen in die Volksrepublik laufen aber mit Jahresende aus, berichtet das Branchenmagazin „Blick ins Land“.

Bei zwei Chinareisen heimischer Politiker ging es heuer bereits um die Verlängerung der Exportgenehmigung, die alle vier Jahre zu erneuern ist. Bei einem Besuch von Agrarministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) abgesegnet wurde damals die Genehmigung von Edelteile-Schweinefleischausfuhren aus fünf Schlachtbetrieben in der Steiermark und Oberösterreich. Ein Teilerfolg, denn billigere Schweineteile, die hierzulande praktisch gar nicht absetzbar sind, wie Schweinsohren, Rüssel oder Füße fielen anders als erhofft vorerst weiter nicht darunter.

Die Milchverarbeiter warten kurz vor Jahresende weiter auf die „Rezertifizierung“ ihrer Milchprodukte für das China-Geschäft. Das bestätigte ein Sprecher der Vereinigung Österreichischer Milcharbeiter (VÖM) laut „Blick ins Land“. Das letzte China-Audit sei 2014 erfolgt, seit Monaten warten die Molkereien nun auf erneuten Besuch chinesischer Behördenvertreter. „Die Chinesen lassen sich Zeit. Aber das trifft nicht nur uns, sondern auch andere EU-Länder.“ Die Exporte würden vorerst auch ohne die amtlichen Behördenstempel aus Peking weiterlaufen wie bisher, beruhigt der VÖM-Sprecher. Die Nachfrage im Reich der Mitte ist an und für sich riesig.

De jure zuständig für die Exportlizenzen ist nicht das von Köstinger geführte Landwirtschaftsministerium, sondern das Gesundheitsministerium von Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Denn bei solcherlei Ausfuhrfragen -egal ob nach China oder etwa Russland - geht es hauptsächlich um Veterinär- und Hygienefragen, auf den Bauernhöfen der Milchlieferanten ebenso wie in den Verarbeitungsbetrieben.

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Die Milchproduktexporte nach China machten heuer im ersten Halbjahr rund 15 Mio. Euro aus. Der Anteil der Gesamtexporte lag bei 2,3 Prozent. Das macht Rang 7 im Milchprodukt-Exportranking.


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