UNO-Menschenrechtskommissarin verurteilt Hassreden von Politikern

Genf (APA/dpa) - Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat Politiker kritisiert, die Stimmungen im Volk etwa gegen ...

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Genf (APA/dpa) - Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat Politiker kritisiert, die Stimmungen im Volk etwa gegen Migranten oder andere Minderheiten durch ihre Wortwahl anheizen. Ohne bestimmte Politiker beim Namen zu nennen, sagte Bachelet am Mittwoch in Genf: „Führungspersonen sind verantwortlich für das, was sie sagen, und sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen.“

Führungspersonen, „die etwa Migranten kritisieren und Hassreden halten oder fremdenfeindliche Sprache nutzen, geben anderen Menschen die Lizenz, nicht mehr die Menschenrechte anderer zu respektieren“, meinte Bachelet. Sie forderte mehr Einsatz von Politikern, Menschenrechtsverteidigern und normalen Bürgern, um die Menschenrechte zu stärken.

Die Diplomatin sprach kurz vor dem 70. Jahrestag der Verabschiedung der allgemeinen Menschenrechtserklärung (10. Dezember 1948). „In vielen Ländern ist die fundamentale Erkenntnis, dass alle Menschen gleich sind und angeborene Rechte haben, unter Beschuss“, sagte sie.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA299 2018-12-05/13:06


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