Hochspannung vor grünem Landesausschuss

Freitag tagt der grüne Landesausschuss, das höchste politische Gremium der Grünen. Da stehen auch die am Montag mit der ÖVP ausverhandelten ...

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Hörl muss Kritik einstecken, jetzt lädt er zum Runden Tisch.
© Foto TT / Rudy De Moor

Freitag tagt der grüne Landesausschuss, das höchste politische Gremium der Grünen. Da stehen auch die am Montag mit der ÖVP ausverhandelten Seilbahngrundsätze auf dem Prüfstand. An der Basis brodelt es, der Landesspitze um Umweltreferentin LHStv. Ingrid Felipe wird vorgehalten, trotz der kritischen Stellungnahmen und Ablehnung durch die NGOs der ÖVP zu sehr entgegengekommen sein. Es ist eine intensive Auseinandersetzung im Ausschuss zu erwarten, schlussendlich wird es wohl bei der Koalitionsräson bleiben; obwohl die grünen Funktionäre ebenfalls für Endausbaugrenzen bei den Skigebieten eintreten.

Indessen brodelt es in der Tiroler Volkspartei. Grund dafür sind die verbalen Ausritte von Wirtschaftskammervizepräsident, Wirtschaftsbundobmann, Seilbahnsprecher und Nationalrat Franz Hörl. In der Vorwoche bezeichnete er eine Gutachterin im Verfahren Kappl-St. Anton als Landschaftsgärtnerin, am Montag meinte er in Richtung Alpenverein und Umweltschutzorganisationen, sie sollten sich „warm anziehen“, jetzt würden die Seilbahner zurückschlagen. In der Partei werden immer mehr Stimmen laut, die ein Machtwort von LH Günther Platter fordern. Auch wegen der Debatte über die mangelnde Tourismusgesinnung im Land. Hörl müssten endlich die Grenzen aufgezeigt werden, heißt es.

Kritik an der „verbalen Kampfrhetorik“ kommt von der FPÖ und der Liste Fritz. Die Grünen hielten sich mit Ausnahme von zwei Twitter-Meldungen wohl aus Koalitionsräson zurück. Oder waren offensichtlich anderweitig beschäftigt. „Hörl hat mit seinen Aussagen den Bogen überspannt, es braucht keinen Kleinkrieg gegen den Alpenverein“, erklärte Alexander Gamper. Für Markus Sint (Liste Fritz) muss sich die Seilbahnwirtschaft fragen, ob sie sich von einem Sprecher vertreten fühle, der großen Teilen der Bevölkerung mit Zurückschlagen droht. Hörl ruderte Mittwoch zurück, nimmt das Gesprächsangebot des Alpenvereins an und lädt zum runden Tisch. (pn)


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