Belgrad besorgt über Umbildung der kosovarischen Sicherheitskräfte

Belgrad/Pristina (APA) - Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabic hat am Mittwoch die Besorgnis ihrer Regierung wegen der geplanten Umbildun...

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Belgrad/Pristina (APA) - Serbiens Ministerpräsidentin Ana Brnabic hat am Mittwoch die Besorgnis ihrer Regierung wegen der geplanten Umbildung der kosovarischen Sicherheitskräfte in Streitkräfte bekundet. Das kosovarische Parlament soll nach Angaben seines Präsidenten Kadri Veseli am 14. Dezember darüber entscheiden. Belgrad widersetzt sich der Idee.

Sie hoffe, dass Serbien nie seine Streitkräfte einsetzen werden müsse, sagte Brnabic bei einer Pressekonferenz in Belgrad laut Medienberichten. Allerdings liege diese „Option auf dem Tisch“, warnte die Regierungschefin unter Hinweis, dass man nicht zusehen könne, wie jemand „eine neue ethnische Säuberung der Serben“ vornehme.

Serbiens Amtsträger, allem voran Präsident Aleksandar Vucic, haben bisher wiederholt wissen lassen, dass die Bildung einer kosovarischen Armee ihrer Ansicht nach gegen die im Kosovo lebende serbische Minderheit gerichtet wäre. Die serbischen Behörden befürchten offenbar, dass eine künftige kosovarische Armee in dem von Serben bewohnten Norden zum Einsatz kommen könnte.

Laut früheren Medienberichten will Serbiens Regierung die Ausgaben für Anschaffungen im Sicherheitsbereich nächstes Jahr verdoppeln. Für Polizei und Militär sollen im kommenden Jahr 46 Milliarden Dinar (388,84 Mio. Euro) aus der Staatskasse fließen. Heuer waren es 21 Milliarden Dinar (177,51 Mio. Euro). Das Militärbudget des Verteidigungsministeriums soll sich 2019 auf 650 Mio. Euro belaufen.

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